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Check24 setzt Gerichtsbeschluss um und mahnt drei BVK-Makler ab

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Streit zwischen Check24 und dem BVK wird zur unendlichen Geschichte. Das Vergleichsportal setzt nun eine Gerichtsforderung um, die auf einer Klage des BVK fußt. Der BVK warf dem Portal mangelnde Transparenz bei der eigenen (Makler-) Tätigkeit. Das Landgericht verhängte ein Bußgeld inklusive Auflagen. Check24 hat reagiert und klagt zurück.
Das Portal hat nach "intensiver Beratung durch Juristen und Versicherungsexperten" die Darstellung der so genannten Erstinformation an den Ordnungsgeldbeschluss des Landgerichts München I angepasst – VWheute berichtete über den Beschluss und die Vorgeschichte mehrfach. Das Ergebnis sieht so aus:
Verbraucher sehen ab sofort auf der Webseite des Portals die Ergebnisseite eines jeden Versicherungsvergleiches nur, wenn sie zuvor die Erstinformation per Zwangsdownload erhalten haben, sagt Check24. Nach Ansicht des Portals müssen jetzt alle im Internet tätigen Versicherungsmakler und Portale ebenfalls "aktiv werden". Das gelte insbesondere für Markteilnehmer, die bisher überhaupt keine Erstinformation bereitstellen. Diese Worte sind nicht zufällig gewählt, leiten sie doch das weitere Vorgehen von Check24 ein.

Schlag gegen den BVK

Viele BVK-Makler – die online Geschäft vermitteln – haben laut Check24 bisher keine Lösung für das thematisierte Problem. Das offenbare "das scheinheilige Vorgehen des BVK, der auf uns mit dem Finger zeigt, aber im eigenen Verband keine Rechtskonformität sicherstellt".
Das Vergleichsportal fordert gleiche Regeln für alle. "Im Sinne fairer Wettbewerbsbedingungen mahnen wir erneut drei BVK-Mitglieder ab, die bei der Online-Vermittlung von Versicherungsprodukten nicht ausreichend auf ihre Maklertätigkeit hinweisen."
Nachdem so zumindest die Anwälte beider Seiten zufriedengestellt sind, hat sich Check24 auch noch dem Haftpflichtmarkt gewidmet und präsentiert einige interessante Beobachtungen.

Viel Leistung für wenig Geld

Der Haftpflichtmarkt zeigt sich gut entwickelt. Wichtige Tarifmerkmale wie der Schutz im Ehrenamt, eine Ausfalldeckung oder die Absicherung von Schlüsselverlust verursachen in der Familienpolice im Schnitt nur geringe Mehrkosten pro Jahr, erklärt das Vergleichsportal. Eine Erhöhung der Deckungssumme auf 50 Mio. Euro kostet im Durchschnitt aller Versicherungen für eine Familie nur 32 Euro Aufpreis jährlich. Wenig bringt dagegen ein Selbstbehalt. Dieser senke den "durchschnittlichen Jahresbeitrag kaum".
In dieser Grafik können die Aufschläge und Rabatte nachvollzogen werden.
(vwh/mv)
Anmerkung der Redaktion: Die Redaktion hat einen Hinweis erhalten, das bei einem Preisvergleich im Bereich KFZ der oben beschrieben Zwangsdownload gar nicht erfolgen muss. Es würde reichen, in einer Dialogbox "gelesen" zu markieren. VWheute hat das getestet und kann bestätigen, dass ein Setzen des Häkchens genügt, ein Zwangsdownlaod findet nicht statt, kann allerdings per Klick direkt durchgeführt werden.
Bildquelle: Thorben-Wengert / www.pixelio.de / PIXELIO
Grafikquellen: Check24
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