Märkte & Vertrieb

Käfigkämpfer verklagen UFC auf 1,6 Mrd. Dollar

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Im Boxen gibt es fast so viele Verbände und Weltmeistertitel wie Boxer selbst. Fans wenden sich vom Sport ab, weil es kaum gute Kämpfe gibt und diese Duelle durch Fehlurteile entschieden werden. Dagegen ist Mixed Martial Arts auf dem Höhepunkt seiner Beliebtheit. Mit dem Ultimate Fighting Championship (UFC) gibt es nur einen Veranstalter, der jedoch seine Monopolstellung ausnutzt und an die Kämpfer miese Gagen zahlt. Die wehren sich nun.
Der UFC um ihren Präsidenten Dana White ist es gelungen, Mixed Martial Arts von seinem einst schmutzigen Image zu befreien und in ein salonfähiges Mainstream-Produkt zu verwandeln. Polarisierende Aushängeschildern wie Conor McGregor schafften es sogar, Boxlegenden wie Floyd Mayweather in den Ring zu bekommen. Eine Sammelklage könnte nun das gesamte MMA-Geschäft auf den Kopf stellen.
Da es mit UFC quasi nur einen Veranstalter gibt, der die MMA-Kämpfe veranstaltet, sind die Kämpfer extrem abhängig von der Organisation und müssen deren Bedingungen akzeptieren. So hat Conor McGregor bei seinem Ausflug ins Boxen mit einem Kampf 75 Mio. Dollar verdient. Das ist fünfmal so viel wie bei seinem bestbezahlten UFC-Fight.
Mehrere namhafte Kämpfer und deren Manager gehen gegen die Monopolstellung der UFC nun vor, eine Sammelklage könnte nun das gesamte MMA-Geschäft auf den Kopf stellen. Zwischen 700 Mio. und 1,6 Mrd. Dollar. Diese Summe soll UFC-Kämpfern in den Jahren 2010 bis 2016 entgangen sein. Zu diesen Ergebnissen kommen Experten nach verschiedenen Analysen der Geschäftsentwicklung der UFC sowie der Gagen der Kämpfer. Die Gagen seien nicht im gleichen Verhältnis wie die Umsätze der UFC angestiegen. (vwh/dg)
Bild: Conor McGregor, amtierender UFC Lightweight Champion (Quelle: picture alliance / newscom)
UFC · Boxer
Auch interessant
Zurück
02.05.2018VWheute
Talanx und Huk-Coburg verklagen die HSH Nord­bank Die HSH Nordbank will einen großen Teil ihrer faulen Kredite mit einem Milliardenabschlag verkaufen…
Talanx und Huk-Coburg verklagen die HSH Nord­bank
Die HSH Nordbank will einen großen Teil ihrer faulen Kredite mit einem Milliardenabschlag verkaufen. Das sorgt für Unmut bei Versicherern, die stille Einlagen bei der Bank haben und damit zu den Verlierern des Deals gehören würden…
03.04.2018VWheute
9/​11-Opfer und Versi­cherer dürfen Saudi-Arabien verklagen Ein Bundesgericht hat die Staatenimmunität von Saudi-Arabien außer Kraft gesetzt. Familien…
9/​11-Opfer und Versi­cherer dürfen Saudi-Arabien verklagen
Ein Bundesgericht hat die Staatenimmunität von Saudi-Arabien außer Kraft gesetzt. Familien der Getöteten der Anschläge vom 11. September, über 25.000 damals Verletzte sowie zahlreiche Versicherer können gegen Land nun …
01.12.2017VWheute
Chape­co­ense-Unglück: Ange­hö­rige verklagen Versi­cherer Vor einem Jahr starben 77 Menschen, darunter 19 Fußballer des südbrasilianischen …
Chape­co­ense-Unglück: Ange­hö­rige verklagen Versi­cherer
Vor einem Jahr starben 77 Menschen, darunter 19 Fußballer des südbrasilianischen Erstligisten Associacao Chapecoense de Futebol, bei einem Flugzeugabsturz der bolivianischen Fluggesellschaft LaMia. Deren Versicherer Bisa …
13.07.2017VWheute
Verbrau­cher­schützer verklagen Gene­rali Eine Klausel in Rentenverträgen zum Wegfall der Rentengarantiezeit in den Sofortrentenverträgen der Generali…
Verbrau­cher­schützer verklagen Gene­rali
Eine Klausel in Rentenverträgen zum Wegfall der Rentengarantiezeit in den Sofortrentenverträgen der Generali Lebensversicherung AG benachteilige Hinterbliebene des Versicherungsnehmers und sei daher unzulässig. Deshalb hat die …
Weiter