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Für die Allianz: Youtuber "fachsimpelt" über den Bitcoin

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Kryptowährungen wie der Bitcoin stehen bei den Anlegern derzeit hoch im Kurs. Die Allianz Frankreich will den Boom um die digitalen Währungen offensichtlich nun für sich nutzen und setzt dabei auf ein vermeintlich hippes Werbevideo mit dem französischen Youtuber Micode. Dabei rührt der junge Mann zwar die unentwegt die Werbetrommel für die Kryptowährung - allerdings ohne Risiken und Nebenwirkungen.
Dafür läuft Micode unter anderem durch die Allianz-Arena von Nizza und lässt beinahe keine Werbetrommel aus, um die neuen digitalen Zahlungsmittel in höchsten Tönen zu loben. "Die von Allianz, die sind voll in der Innovation, und die meisten abgedrehten Sachen, die ihr sehen werdet, kommen zustande, weil sie hyperbegeistert sind", lautet dabei eine Aussage.
Seine Verständnis des Bitcoin scheint dabei recht simpel: "Das ist eine neue Währung, die ist dezentralisiert und digitalisiert, das bedeutet: Es gibt niemanden der sagt, X hat das Recht, so und so viele Bitcoins auszugeben". Sylvain Theveniaud, Leiter des "Allianz Accelerateur" in Nizza, gibt sich darin zumindest etwas sachlicher: "Es gibt eine ganze Menge von Akteuren, die Miner, die Handelsbörsen, die Plattformen, um Bitcoin entsteht eine Industrie, wie es sie bereits bei den klassischen Währungen gibt", wird er im Handelsblatt zitiert.
Inwieweit sich die Allianz mit solchen Werbevideos nun einen Gefallen tut, sei dahingestellt. In der Branche selbst stoßen die digitalen Währungen jedenfalls nur auf verhaltene Gegenliebe. So warnt beispielsweise Blau direkt seine Vermittler vor dem Handel mit der Digitalwährung Bitcoin und hält "Privatinsolvenzen für unausweichlich". Die JDC Group, Mutter des Maklerpools Jung, DMS & Cie, gibt dagegen eine eigene Währung aus.
Zudem seien Kurs-Schwankungen von Kryptowährungen "grundsätzlich nicht zu versichern, da diese für Versicherer nicht kalkulierbar sind", betont Versicherungsexperte Christian Achillius von der BavariaDirekt gegenüber dem unabhängigen Maklerbüro transparent-beraten.de. "Insbesondere am Beispiel der Kursentwicklung von Bitcoins sieht man, wie schnell die Kurse sinken und wieder steigen können", ergänzt Achillius. Für die Versicherer sei das Risiko eines Versicherungsfalls damit fast nicht einzuschätzen. (vwh/td)
Bildquelle: Tim Reckmann / PIXELIO (www.pixelio.de)
Bitcoin · Allianz Frankreich
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