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Softbank-Einstieg: Japaner reden kräftig mit bei Swiss Re

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Deal zwischen der Swiss Re und der Softbank wird konkreter. Medienberichten zufolge wird bereits über Details gesprochen, die Japaner beanspruchen für ihr milliardenschweres Engagement Sitze im Verwaltungsrat. Nebenbei hat der Schweizer Rückversicherer auch den Abschluss des öffentlichen Aktienrückkaufprogramms 2017 bekannt gegeben.
Laut Medienberichten ist ein Einstieg von bis zu einem Drittel der Rückversicherungs-Gesellschaft im Gespräch – VWheute berichtete mehrfach. Kurz auf die Meldung machten Gerüchte um einen Wechsel im Geschäftsmodell des Rückversicherers die Runde, die allerdings dementiert wurden.
Die Schweizer geben sich zum Fortgang der Gespräche wortkarg, befinden sich allerdings auch in der "quiet period". Die Financial Times will trotzdem erfahren haben, dass die Softbank Sitze im "Swiss Re board" beanspruchen, um ihr "$161bn-Investment" steuern zu können. Nach Informationen des Finanzmagazins wollen sich Masayoshi Son, Soft Bank Gründer und CEO, und der Chairman der Swiss Re, Walter Kielholz, "in den kommenden Wochen treffen", um zu einem Agreement zu kommen.
Die Diskussionen würden sich nach Insiderinformationen aktuell darum drehen, dass die Softbank zwischen 20 und 30 Prozent des Unternehmens erwerben und "multiple seats on the company’s board" als Ausgleich erhalten. Das wäre ein geringerer Anteil als der zuvor genannte von 33 Prozent. Ein Deal der beider Parteien würde sich für den Rückversicherer lohnen, sagt Moody's. Laut der Ratingagentur wäre ein Minderheitseinstieg "langfristig positiv". Die Schweizer würden durch den Einstieg eine "tiefe Kapitalbasis" und eine "größere finanzielle Flexibilität" erhalten. Dagegen stehen andere Stimmen, wie die von Peter Casanova, Analyst bei Julius Bär: "Es ist mir ein Rätsel. Eine solche Transaktion macht für mich keinen Sinn."

Aktien erfolgreich aufgekauft

Das am 3. November des Vorjahres lanciert Aktienrückkaufprogramm mit einem Anschaffungswert von bis zu 1,0 Mrd. Schweizer Franken wurde derweil beendet. Seit dem Beginn der Aktion wurden über zehn Mio. Aktieb eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 92,31 Schweizer Franken pro Aktie aufgekauft, der eingesetzte Beitrag lag nur minimal unter einer Mrd. Schweizer Franken. Das Aktienrückkaufprogramm will überschüssiges Kapital an die Aktionäre zurückzuführen. Die Swiss Re hatte bereits im Jahr 2016 ein ähnliches Programm aufgelegt und dabei ebenfalls knapp unter einer Mrd. Schweizer Franken investiert – VWheute berichtete.
Aktienrückkaufprogramme, Großeinstieg eines Investors und die Zahlen in einem rekordträchtigen Schadenjahr, viel Gesprächsbedarf bei der am Freitag stattfindenden Präsentation der Unternehmenszahlen. (vwh/mv)
Bild: Büro der Swiss Re in London (Quelle: Swiss Re)
Swiss Re · Beteiligung · Aktienrückkaufprogramm · Softbank
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