Köpfe & Positionen

Buberl: "Ich will mit Google und Facebook kooperieren"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
"Wir haben die Reichweite und Insurtechs können interessante Ideen und Apps haben, eine Zusammenarbeit scheint da sinnvoll zu sein", glaubt Axa-Chef Thomas Buberl. "Google und Amazon wagen die ersten Schritte in den Versicherungssektor, allerdings ist das arbeitsaufwendiger als sie dachten. Deswegen befürworte ich eine Kooperation. Ich will unsere potenziellen Wettbewerber von morgen zu Partnern von heute machen", erklärt er dem belgischen Magazin Trends.
Buberl sieht viel Potenzial bei den neuen Playern, aber im Versicherungssektor sei die Skalierung von zentraler Bedeutung. Bei den Produkten wird sich seiner Meinung eine Cyber-Police etablieren, die in zehn Jahren jeder private Bürger besitzen wird. Auch neue Arbeitsverhältnisse erfordern neue Tarife. "Denken sie an die Fahrer von Uber, die Kuriere von Deliveroo oder die Kunden von BlaBlaCar."
Neben der Digitalisierung und den Niedrigzinsen sieht Buberl vor allem die Regulierung als eine große Herausforderung. Sie sei strikter geworden und stark  fragmentiert. "Die neuen Regeln aus den USA unterscheiden sich von denen in Europa und in Asien. Wir als europäischer Versicherer haben damit einen Wettbewerbsnachteil gegenüber amerikanischen Versicherer." (vwh/dg)
Bild: Thomas Buberl, Vorstandsvorsitzender der Axa Group (Quelle: ak)
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