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Sparkassenversicherung profitiert von Kompositgeschäft

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Die SV Sparkassenversicherung hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 im Kompositgeschäft gut verdient. Wie der Versicherer am Freitag mitteilte, stiegen die gebuchten Bruttobeiträge um 3,9 Prozent auf 1,51 Mrd. Euro (2016: 1,45 Mrd.). "Wir erwarten mit 49,6 Mio. Euro (2016: 42,4 Mio.) erneut ein sehr gutes Jahresergebnis", betont SV-Vorstandschef Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl.
Wachstumstreiber war nach Unternehmensangaben vor allem die Gebäudeversicherer. Demnach stiegen die Prämienneinnahmen im Jahr 2017 vor allem in den privaten Sachversicherungen (plus 5,1 Prozent) und hier in den Sparten Wohngebäude (plus 5,2 Prozent), Hausrat (plus 4,3 Prozent) sowie in den Unfallversicherungen (plus 8,9 Prozent) und Kraftfahrtversicherungen (plus 4,4 Prozent).
Das Neugeschäft nach Bestandsbeitrag lag 2017 laut SV mit 98,2 Mio. Euro (2016: 99,2 Mio.) auf Vorjahresniveau. Insgesamt kamen knapp 420.000 neue Verträge hinzu. Im Firmengeschäft verzeichnete die Sparkassenversicherung zudem ein Beitragsplus von 8,3 Prozent auf 100,5 Mio. Euro (2016: 92,8 Mio.). Das Neugeschäft nach Bestandsbeitrag wuchs nach Unternehmensangaben um 11,0 Prozent. Dabei verzeichnete die SV Ende 2017 einen Bestand von rund 413.500 Verträgen.
Im Kraftfahrtgeschäft verzeichnete die SV ein Beitragsplus um 4,4 Prozent auf 250,9 Mio. Euro (2016: 240,2 Mio.). Das Neugeschäft nach Bestandsbeitrag blieb nach Unternehmensangaben stabil auf dem Vorjahresniveau von 48,9 Mio. Euro. Die Schaden-Kostenquote in Kraftfahrt beträgt 99,6 Prozent (2016: 98,1 Prozent). "Im Mai ergänzen wir unseren PrivatSchutz und integrieren mit dem E-BikeSchutz einen neuen Baustein. Wir reagieren damit auf die zunehmend beliebter werdenden Pedelecs", ergänzt Wolff von der Sahl.
Auf der Ausgabenseite verzeichnete die Sparkassenversicherung bei den Schadenaufwendungen um 5,8 Prozent auf 1.044,6 Mio. Euro (2016: 1.109,1 Mio.). Die Gründe dafür sieht der öffentliche Versicherer in einer geringen Schadenbelastung und dem eigenen Schadenmanagement. Die Schade-Kostenquote sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 82,7 Prozent (2016: 92,2 Prozent).
Allerdings hinterlassen die Unwetter zu Jahresbeginn ihre Spuren in den Geschäftsbilanzen. So rechnet die SV in ihrem Geschäftsgebiet mit einem Schaden durch Sturmtief "Burglind" in Höhe von 25 Mio. Euro. Nach Orkan "Friederike" rechnet die SV mit rund 15.000 Schäden an Gebäuden und Fahrzeugen mit einem Schadenvolumen in Höhe von 30 Mio. Euro.

Beitragsrückgang in der Lebensparte

Deutlich getrübter sind hingegen die Geschäftsergebnisse in der Lebensparte: Demnach sanken die gebuchten Bruttobeiträge um 9,8 Prozent auf 1,72 Mrd. Euro (2016: 1,91 Mrd.). Die laufenden Beiträge blieben mit 983,4 Mio. Euro stabil auf Vorjahresniveau. Gleichzeitig sank Neugeschäft nach Beitragssumme deutlich um 10,7 Prozent auf 2,73 Mrd. Euro (2016: 3,06 Mrd.).
Konzernweit rechnet die SV auf der Basis der vorläufigen Geschäftszahlen für das Jahr 2017 mit einem Prämienrückgang von 3,9 Prozent auf 3,23 Mrd. Euro (2016: 3,36 Mrd.). Und dennoch: "Wir konnten mit unseren modernen Produktlösungen für Privat- und Firmenkunden und mit unserem Schadenmanagement gute Ergebnisse erzielen. Wir sind sehr zufrieden", kommentiert SV-Vorstandschef Wolff von der Sahl.
"Die Digitalisierung wird in den nächsten Jahren in der Versicherungsbranche weiter an Fahrt aufnehmen. In dem Digitalisierungsprogramm "SV Digital" haben wir unsere Aktivitäten gebündelt, um gezielt und konsequent voranzuschreiten. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass wir uns auf einem guten Weg befinden. Im Zentrum aller Entwicklungen stehen die Bedürfnisse des modernen Kunden, der alle Wege der Kommunikation nutzen möchte, dazu Wert legt auf schnellen Kundenservice und flexible Produkte zu marktgängigen Preisen", prognostiziert der SV-Chef für 2018. (vwh/td)
Bildquelle: ba
Sparkassenversicherung · Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl
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