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Provinzial: Kommt es nun doch zur Fusion?

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Debatte um eine Fusion der Provinzial-Versicherungen geht - mal wieder - in eine neue Runde. "Es wird sich in diesem Jahr etwas tun", sagte die neue Präsidentin des Sparkassenverbands Westfalen-Lippe (SVWL), Liane Buchholz, am gestrigen Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz des Verbandes in Münster. Sie sehe keine Gründe, warum es diesmal nicht klappen sollte.
Laut einem Bericht des Handelsblatt unternehmen die westfälischen Sparkassen fünf Jahre nach dem gescheiterten Fusionsversuch der Provinzial Rheinland und der Provinzial Nordwest einen neuen Anlauf für eine Heirat der beiden Unternehmen. Demnach seien die derzeit laufenden Gespräche zwar ergebnisoffen, aber "vergleichsweise weit fortgeschritten", betonte die neue Präsidentin des Sparkassenverbands Westfalen-Lippe (SVWL), Liane Buchholz. Dabei wäre ein einzelner Sparkassen-Versicherer in Nordrhein-Westfalen "bärenstark", betonte Buchholz. Zudem sehe sie laut Bericht derzeit keine Hinderungsgründe, die zum Scheitern führen könnten.
So habe es "schon so viele Versuche gegeben, dass man das zarte Pflänzchen jetzt nicht unter einem Zeitdruck kaputthauen sollte", betonte die Präsidentin des SVWL. Dennoch signalisierte sie bereits, "dass sich in diesem Jahr an dieser Stelle etwas tun wird". Die Provinzial Nordwest, deren Eigner der SVWL ist, wollte sich auf Anfrage von VWheute nicht dazu äußern. Die Provinzial Rheinland bestätigte hingegen eine ergebnisoffene Prüfung, "bei der verschiedene Szenarien bis hin zu einer Fusion analysiert werden".
"Innerhalb des Verbandes der öffentlichen Versicherer arbeiten die beiden Provinzial-Gesellschaften bereits seit langem gut und erfolgreich zusammen. Die Eigentümer beider Häuser haben in der Vergangenheit stets betont, dass sie offen sind für Überlegungen und Ideen, die zu einer weiteren Hebung von Synergien führen. Vor diesem Hintergrund wird regelmäßig die Frage geprüft, wie weitere Potenziale zur Stärkung der Ertragskraft und der Wettbewerbsfähigkeit erschlossen werden können", betonte ein Sprecher der Provinzial Rheinland auf Anfrage von VWheute.
Neu sind die Fusionsgerüchte jedenfalls nicht. Bereits im Mai vergangenen Jahres hatte Buchholz betont, dass sie die Konsolidierungsmöglichkeiten weiter intensiv prüfen wolle. Im Vergleich zu den Wettbewerbern gebe es deutliche Nachteile. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass auch die CEOs anderer Sparkassenversicherer das Thema Fusion gar nicht erst in Abrede stellen. Nur das Wann und das Wie sind noch nicht klar. (vwh/td)
Bildquelle: Rainer Sturm / PIXELIO (www.pixelio.de)
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