13.02.2018Köpfe & Positionen

Moschner will Aktienquote der Ergo vervierfachen

Von VW-RedaktionVW heute
Die Aktienmärkte schwächeln. Zeit, die Aktienquote anzuheben. Andree Moschner, Vorstand der Ergo, glaubt nicht an einen Börsencrash und möchte stärker in Aktien investieren. Er ist sich aber sicher, dass eine Änderung in der Zinswelt bevorsteht.
Moschner geht für das Jahr 2018 von "drei Zinserhöhungen der Fed" aus, eine Vierte sei "nicht auszuschließen". Die EZB werde dem Beispiel allerdings "nicht folgen". Es gäbe derzeit eine durch die Notenbanken verursachte Liquiditätsschwemme und es werde "lange dauern" bis man "wieder herauskomme", erklärte der für die Anlagestrategie verantwortliche Vorstand der Ergo gegenüber dem Handelsblatt.
Angesprochen auf die momentanen Turbulenzen an den Börsen erklärte Moschner, dass es sich dabei um eine "Korrektur" handele, die "etwas heftiger ausfalle als erwartet". Ursächlich seien "Sorge um die künftige Zinsentwicklung" und die Amtseinführung des neuen Fed-Präsidenten Jerome Powell.

Das plant die Ergo

Der Versicherer möchte seien Aktienquote erhöhen – und zwar gewaltig: "Im vergangenen Jahr lag unsere Aktienquote im Durchschnitt bei etwa 3,5 Prozent. Wir wollen sie um zehn bis 15 Prozent auf etwa vier Prozent erhöhen. In der Sachversicherung streben wir zehn Prozent an." Zum Umfang sagt der Vorstand: "Insgesamt legt Ergo über 150 Milliarden Euro an. Sechs Milliarden fließen in Aktien."
Bei aller Freude am Anlegen, ein Bitcoin-Freund ist Moschner nicht. Die Anlage in die Krypto-Währung wäre "reines Zocken". (vwh/mv)
Bild: Andree Moschner (Quelle: Ergo)
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