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AfW sieht Bafin durch Vermittleraufsicht überfordert

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Vor drei Tagen titelte VWheute: "Bafin überwacht künftig Vermittler". Der Hintergrund ist ein Passus im Koalitionsvertrag, der eine Überwachung der Vermittler durch die Bundesanstalt vorsieht. Der Bundesverband Finanzdienstleistung AfW ist von dieser Aussicht wenig erfreut. Das bisherige System habe sich "weitgehend bewährt", die Bafin werde überfordert.
Der AfW begrüßt das Ziel einer einheitlichen Aufsicht und damit einheitlichen Spielregeln für alle Vermittlungsbereiche. Die Bafin werde deswegen aber nicht benötigt. Erst im Jahr 2013 habe man das neues Zulassungs- und Aufsichtssystem durch die IHKen, Gewerbeämter und Wirtschaftsprüfer eingeführt. Es sei kein überzeugendes Argument für eine grundlegende Änderung des "weitgehen bewährten" Systems ersichtlich, die mit erheblichem finanziellem und bürokratischem Aufwand verbunden wäre. "Die IHKen können das und wollen das", schreibt der AfW.

Bafin kann es nicht

Der AfW hält die Bafin für nicht geeignet, als Aufsicht über die circa 38.000 freien Finanzanlagenvermittler zu fungieren. Die Bonner stünden mit der Umsetzung von IDD, MiFID2, Solvency II und weiteren Großprojekten vor großen personellen und inhaltlichen Herausforderungen allein schon im Rahmen der ihr aktuell übertragenen Aufsichtspflichten.
Norman Wirth, Geschäftsführender Vorstand: "Deutsche Kreditwirtschaft und Verbraucherschützer haben sich hier prominent mit einer alten Forderung in den Koalitionsvertrag eingebracht. Wir werden handeln, wenn nötig. Offensichtlich klargestellt werden muss, dass ein angedachter Wechsel der Zuständigkeit für die Aufsicht nicht automatisch zu einer Abschaffung des § 34 f Gewerbeordnung, also der KWG-Bereichsausnahme nach § 2 Abs. 6 Satz 1 Nr. 8 führt. Es gibt keinen Plan, die Fondsvermittlung ausschließlich KWG-Instituten zu überlassen, wie teilweise kolportiert wird." (vwh/mv)
Bild: IHK Nürnberg (Quelle: Hartmut910 / www.pixelio.de / PIXELIO)
BaFin · Vermittler · AfW · Norman Wirth
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