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Zurich trotzt Wirbelstürmen und erhöht die Dividende

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Zurich-Konzernchef Mario Greco hält Kurs: Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 hat der Schweizer Versicherungskonzern allen Wirbelstürmen und weiteren Naturkatastrophen getrotzt und einen Reingewinn von 3,004 Mrd. US-Dollar (rund 2,4 Mrd. Euro) erzielt. Dies entspricht zwar einem Rückgang um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (2016: 3,211 Mrd.). Dennoch können die Aktionäre nun mit einer höheren Dividende rechnen.
In der Kernsparte der Zurich, der Schaden- und Unfallversicherung, hinterließ die Hurrikan-Serie in den USA und der Karibik naturgemäß ihre Spüren. Während er Betriebsgewinn in der Kompositsparte um 37 Prozent auf 1,546 Mrd. US-Dollar (2016: 2,437 Mrd.) gesunken ist, blieben die Beitragseinnahmen weitgehend stabil bei 33,024 Mrd. US-Dollar (2016: 33,122 Mrd). Die Schaden-Kostenquote stieg um 2,7 Prozentpunkte auf 100,9 Prozent (2016: 98,7 Prozent).
Dabei schlugen allein die drei Wirbelstürme "Harvey", "Maria", und "Irma" in den Geschäftsbüchern der Zurich mit immerhin 700 Mio. US-Dollar zu Buche. Vorstandschef Mario Greco gab sich bei der Präsentation der Bilanzzahlen für 2017 dennoch gelassen: "Diese Stürme sind außergewöhnliche Ereignisse".
Deutlich erfreulicher lief es aus Sicht der Zurich in der Lebensparte mit einem Betriebsgewinn von 1,258 Mrd. US-Dollar, was einem Plus von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr (2016: 1,130 Mrd.) entspricht. Noch deutlicher fiel das Plus bei den Beitragseinnahmen aus: Rund 33,242 Mrd. US-Dollar (2016: 29,323 Mrd.)standen zum Jahresende 2017 in den Geschäftsbüchern des Schweizer Versicherungskonzerns - einem Plus von immerhin 13 Prozent. Wachstumstreiber waren dabei erneut das Lebengeschäft in den Regionen Asien-Pazifik sowie Lateinamerika, positive Marktentwicklungen, Kostensenkungen, sowie eine günstigere Schadenentwicklung.

Doppelte Freude für die Aktionäre

"In einem Jahr mit Wetterereignissen von historischem Ausmass haben unser Fokus und unsere Disziplin eine starke Leistung ermöglicht. Wir haben das Underwriting verbessert, die Kosten gesenkt und unser Dienstleistungsangebot erweitert, während wir gleichzeitig die Prämien gesteigert und die Kundenbindung verbessert haben. Das Erreichte hat unsere Widerstandskraft gegenüber Herausforderungen gestärkt und gibt uns Zuversicht, unsere Ziele für 2017 bis 2019 zu erreichen", kommentierte Greco die Geschäftszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr.
Dabei befinde sich die Zurich auf einem guten Weg, die selbst gesteckten Ziele für 2017 bis 2019 zu erreichen. Zudem habe der Schweizer Versicherungskonzern Kosten in Höhe von rund 700 Mio. US-Dollar einsparen können. Dabei hatte Greco noch im August 2017 sein Ziel eines radikalen Stellenabbaus kassiert. "Dieses Ziel zur Streichung von 8.000 Jobs existiert nicht mehr. Das war nie Teil unserer strategischen Ziele", betonte der Zurich damals. Zwar schaue man alle Kostenebenen an, allerdings habe man noch keine spezifischen Zahlen für den Personalbestand oder einen Personalabbau.
Die Aktionäre dürfte dies dennoch freuen, soll deren Dividende für 2017 doch um sechs Prozent auf 18 Franken je Aktie steigen. Zudem will die Zurich im laufenden Jahr Aktien für rund eine Milliarde Dollar zurückkaufen. An der Börse kam dies jedenfalls gut an, legte die Aktie des Schweizer Versicherers zwischenzeitlich um rund drei Prozent zu. (vwh/td)
Bild: Mario Greco (Quelle: Zurich)
Zurich · Mario Greco
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