Märkte & Vertrieb

Versicherer investieren in digitale Sprachassistenten

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Sie heißen Alexa, Siri oder Amazon Echo - die digitalen Sprachassistenten erinnern zwar stark an die Spielereien von Star Trek. Dennoch scheinen die jüngsten technischen Errungenschaften in der Branche immer besser anzukommen. Laut einer Studie von Sopra Steria Consulting und dem F.A.Z.-Institut wollen die deutschen Versicherer in diesem Jahr verstärkt in die Sprachassistenten investieren.
Demnach sind bei 44 Prozent der Unternehmen konkrete Anwendungen in der Planung oder im Gespräch. Dabei setzen die befragten Konzerne vor allem auf einen besseren Kontakt mit ihren Kunden. Zentrale Datenbanken sind zwar Standard, aber längst nicht flächendeckend vorhanden in der Branche, heißt es in der Studie weiter. Allerdings besitze nur jeder dritte Versicherer nach eigener Einschätzung die technischen Grundlagen, online wie offline und über alle Sparten hinweg dieselben Informationen über ihre Kunden parat zu haben.
Gleichzeitig wollen die Versicherer laut Studie zunehmend in konkrete digitale Anwendungen investieren, mit denen sie mit ihren Kunden in Kontakt bleiben und schnelleren Service bieten können. Dabei will jeder dritte Versicherer innovative Beratungskanäle, wie zum Beispiel eine Videoberatung, einführen. Darüber hinaus wollen die Versicherer mit Hilfe der digitalen Sprachassistenten künftig eine Beratung rund um die Uhr anbieten. Dabei sollen Robo Advisor und Chatbots sollen automatisiert und damit schnell Antworten zu alltäglichen Fragen geben können sowie Tarife und Bedingungen erklären.
"Die Versicherer sind gerade dabei, ihre digitalen Hausaufgaben zu erledigen. Traditionelle Silostrukturen nach Sparten, Vertrieb, Betrieb oder Schaden müssen aufgebrochen werden, damit Kunden umfassend und effizienter betreut werden können", kommentiert Lars Rautenburger, Leiter der Business Unit Insurance bei Sopra Steria Consulting.
Laut einer Umfrage von Statista im vergangenen Jahr werden die digitalen Sprachassistenten in Deutschland immer beliebter. Laut aktuellen Schätzungen könnten allein in den USA schon zehn Prozent der Haushalte über einen Amazon Echo verfügen. In Deutschland hatten laut Umfrage bereits Anfang 2016 rund 28 Millionen Menschen Erfahrungen mit Siri und Co. gesammelt. Die wichtigsten Einsatzgebiete für Sprachassistenten sind übrigens Informationen von Suchmaschinen abrufen, Terminerinnerungen und Wettervorhersagen.
Dagegen scheinen die Nutzer der neuen Technologie in anderen Bereichen noch nicht so richtig über den Weg zu trauen. Die Bestellung von Taxis oder Waren geht derzeit nur für eine Minderheit infrage. Immerhin empfinden 16 Prozent der Nutzer die Stimme von Amazons Sprachassistentin als emotional, acht Prozent sagen sogar, dass sie sexy klingt. (vwh/td)
Bildquelle: Alexa
Grafikquelle: Statista
Alexa · Sprachassistent
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