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Mapfre hadert mit den Naturkatastrophen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die spanische Mapfre-Gruppe hat ihr Prämienvolumen im Geschäftsjahr 2017 um 2,9 Prozent auf 23,5 Mrd. Euro erhöht. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, ist der Nettogewinn der Gruppe gleichzeitig um 9,7 Prozent auf 701 Mio. Euro gesunken. Ursächlich waren außerordentlich hohe Kosten für Naturkatastrophen, die in 2017 das Nettoergebnis mit 126 Mio. Euro belastet haben.
"Im Geschäftsergebnis 2017 ragen vor allem die gute Entwicklung in Spanien und die großartige Performance der Rückversicherung heraus", heißt es von der Mapfre. Letztere hat trotz der negativen Auswirkung der Naturkatastrophen ihre Schaden-Kostenquote bei 94,8 Prozent gehalten und einen Gewinnbeitrag von 163 Millionen Euro beigesteuert. Die Schaden-Kostenquote der Mapfre-Gruppe liegt bei 98,1 Prozent. Ohne den Sondereffekt Naturkatastrophen rangiert sie bei 96,9 Prozent, rund einen halben Prozentpunkt unter dem Vorjahr.
In ihrem Heimatmarkt zeigte sich die Mapfre in 2017 wachstumsstark. Unterstützt durch die robuste wirtschaftliche Entwicklung in Spanien ist die Region Iberia (Spanien und Portugal) um 3,8 Prozent auf rund sieben Mrd. Euro gewachsen. In Spanien konnte die Mapfre dabei um vier Prozent auf 6,8 Mrd. Euro zulegen, während sich der Gesamtmarkt rückläufig entwickelt hat. Die Schaden-Kostenquote erreicht eine Höhe von 93,4 Prozent und verbesserte sich damit um 0,8 Punkte.
Die Wachstumsmotoren in der Region Iberia waren für die Mapfre die Autoversicherung und die Lebensversicherung. Die wichtige Kfz-Sparte wuchs um 3,2 Prozent auf ein Beitragsaufkommen von 2,2 Mrd. Euro. Die restliche Schadenversicherung erhöhte ihr Volumen um 2,8 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro. Die Kranken- und Unfallversicherung verzeichnete ein Wachstum von 4,7 Prozent auf 549 Mio. Euro. In der Lebensversicherung steht dank der starken Entwicklung im Bankenvertrieb ein sattes Beitragsplus von 4,7 Prozent auf 2,3 Mrd. Euro zu Buche.
Im wichtigsten Auslandsmarkt Brasilien erhöhte sich das Prämienvolumen um 3,5 Prozent auf 4,5 Mrd. Euro. Dort konnte insbesondere die Nichtlebensversicherung ohne die Kfz-Sparte kräftig um 9,5 Prozent auf 1,8 Mrd. Euro zulegen. Die Lebensversicherung entwickelte sich mit einem Beitragsplus von 1,8 Prozent moderat, während die Kraftfahrtversicherung einen Prämienrückgang um 2,2 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro hinnehmen musste.
Eine Sonderentwicklung gibt es in der Region Mittelamerika, in der sich das Prämienvolumen in 2017 um 40 Prozent auf 1,8 Mrd. Euro erhöhte. Entscheidend war der wichtige mexikanische Versicherungsmarkt. Dort stand in 2017 die Erneuerung der Schadensversicherungspolice des mexikanischen Erdölkonzerns Pemex mit zweijähriger Laufzeit an. Das Prämienvolumen der Mapfre ist dadurch in Mexico um 65,2 Prozent gestiegen.
In der Region Nordamerika laufen die Geschäfte weniger dynamisch. Das Prämienvolumen ist um 3,6 Prozent auf 2,5 Mrd. Euro zurückgegangen. Der Löwenanteil entfällt dabei auf die USA mit einem Rückgang um 2,6 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro. Die Mapfre strukturiert ihr Geschäft dort neu. "Wir optimieren die Struktur für ein rentables Wachstum und konzentrieren unsere Aktivitäten auf eine geringere Anzahl von Bundesstaaten.", heißt es von der Mapfre. (reh)
Bild: Antonio Huertas, Präsident der Mapfre-Gruppe. (Quelle: Mapfre)
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