09.02.2018Märkte & Vertrieb

Investition in Insurtechs steigen auf Rekordhoch

Von VW-RedaktionVW heute
Im Jahr 2017 haben die Versicherungskonzerne weltweit rund 2,3 Mrd. US-Dollar in Insurtechs investiert. Demnach wurden nach Angaben der Beratungsgesellschaft Willis Towers Watson allein im vergangenen Jahr insgesamt 120 Transaktionen durchgeführt. Dies entspricht einem deutlichen Anstieg von 14,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (2016: 105 Transaktionen).
Davon wurden allein im letzten Quartal 35 Transaktionen mit einem Volumen von 700 US-Dollar getätigt. Die größte Finanzierungsrunde verzeichnete im vergangenen Jahr der Wohngebäudeversicherer Lemonade mit einem Volumen von 120 Mio. US-Dollar. Zu den Investoren gehören dabei auch Allianz Ventures. Auf Rang zwei der größten Finanzierungsrunden folgt laut Willis Towers Watson der Lebens- und
Krankenversicherer Bima mit einem Volumen von 97 Mio. US-Dollar. Der Mikroversicherer, an dem sich unter anderem die Allianz beteiligt, ist momentan in 14 Schwellenländern in Afrika, Asien und Lateinamerika aktiv.
Mit den Investments wollen sich die befragten Versicherungskonzerne laut Studie vor allem auf Effizienzsteigerungen in der Wertschöpfungskette konzentrieren. Das Ziel: Mehr Effizienz in den Bereichen Produktlieferung, Underwriting und Schadenbearbeitung. "Die etablierten Player senden eine klare Botschaft an die Branche: Durch hohe Investitionen wollen sie die Kontrolle über die technologische Entwicklung behalten. 2017 wurde der Nutzen von innovativen Technologien immer deutlicher und die Unternehmen suchen nun zunehmend nach konkreten Anwendungen für ihr Geschäft", kommentiert Carsten Hoffmann, Director bei Willis Towers Watson, das Umfrageergebnis. (vwh/td)
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Willis Towers Watson · Insurtech
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