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Beitragsplus für Alte Leipziger und Provinzial Nordwest

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Mit Beginn des Februar öffnen auch die Versicherer ihre Geschäftsbücher und geben einen ersten Einblick in ihre Geschäftsentwicklung des vergangenen Jahres. So profitiert die Alte Leipziger vor allem vom Geschäft mit der betrieblichen Altersvorsorge. Die Provinzial Nordwest fährt ein Rekordergebnis im Neugeschäft in der Kompositsparte ein. Und die Ammerländer Versicherung verbucht im Jahr 2017 ein deutliches Beitragsplus.
So verzeichnete die Alte Leipziger im abgelaufenen Geschäftsjahr nach eigenen Angaben ein Plus bei den Beitragseinnahmen um 4,4 Prozent auf rund 4,6 Mrd. Euro. Davon entfielen laut Konzern rund 3,6 Mrd. Euro auf die beiden Muttergesellschaften. Dabei profitierte die Alte Leipziger im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem von der betrieblichen Altersvorsorge (bAV). So stiegen die gebuchten Bruttoprämien gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent auf 2,4 Mrd. Euro. Auch das Neugeschäft wird nach Unternehmensangaben mit etwa 935 Mio. Euro über dem Vorjahreswert (2016: 921 Mio.) liegen.
Die Hallesche Krankenversicherung verzeichnete im vergangenen Jahr Beitragseinnahmen in Höhe von 1,195 Mrd. Euro (2016: 1,149 Mrd.). Im Neugeschäft verbuchte der Krankenversicherer hingegen einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr auf 3,7 Mio. Euro (2016: 3,8 Mio.). Allerdings konnte die Hallesche nach eigenen Angaben durch die Zahnzusatz- und Auslandsreisekrankenversicherung in der Zusatzversicherung mehr als 55.000 neue Versicherte dazu gewinnen (2016: 18.700).
Die ausführlichen Geschäftszahlen will die Alte Leipziger-Hallesche hingegen erst am 21. März vorlegen.

Neugeschäft beschert Westfälischer Provinzial ein Rekordergebnis

Freuen kann sich derzeit wohl auch Wolfgang Breuer, Vorstandsvorsitzender der Provinzial Nordwest. "Mit einem Beitragswachstum von 3,1 Prozent im Schaden-/Unfallgeschäft sind wir weiter auf Wachstumskurs und haben unsere Ziele sogar übertroffen", konstatiert der Konzernschef. So stiegen die Beitragseinnahmen im vergangenen Jahr auf insgesamt 1,89 Mrd. Euro (2016: 1,83 Mrd.). Wachstumstreiber waren dabei vor allem die Wohngebäudeversicherung (plus 5,1 Prozent) und die Kfz-Versicherung mit 3,1 Prozent. Im Komposit-Neugeschäft erzielte die Westfälische Provinzial mit einem Neu- und Mehrbeitrag von 175 Mio. Euro (plus 2,5 Prozent) ein Rekordergebnis.
Gleichzeitig stiegen jedoch die Bruttoschadenaufwendungen gegenüber einem schadenarmen Jahr 2016 leicht auf 1,19 Mrd. Euro (2016: 1,16 Mrd.). Dabei fielen besonders verschiedene Unwetterereignisse, vor allem Sturmereignisse im Norden des Geschäftsgebiets, sowie höhere Aufwendungen für Feuerschäden ins Gewicht. Die Combined Ratio wird laut Versicherer mit 88,7 Prozent im Jahr 2017 wohl wieder den Vorjahreswert erreichen.
Mehr Sorgen bereitet der Provinzial Nordwest hingegen die Lebensparte, in welcher der Versicherer im abgelaufenen Geschäftsjahr einen deutlichen Beitragsrückgang auf 1,41 Mrd. Euro (2016: 1,97 Mrd.) verbuchen muss. "Mit Blick auf den anhaltenden Niedrigzins ist es weiterhin unerlässlich, das Lebensversicherungsgeschäft mit Augenmaß zu steuern. Das Geschäft gegen Einmalbeiträge haben wir auch im vergangenen Geschäftsjahr deutlich eingegrenzt", kommentiert Breuer.

Ammerländer gewinnt über 100.000 Neukunden

Positive Zahlen vermeldet auch die Ammerländer Versicherung in Westerstede. Demnach liegen die gebuchten Bruttobeiträge im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 38,8 Millionen Euro (2016: 31,6 Mio.). Gleichzeitig konnte der Versicherer rund 118.000 Neukunden hinzugewinnen. Stärkste Sparte war weiterhin die Hausratversicherung mit einem Anteil von 74,1 Prozent am Beitragsvolumen. Allein diesem Segment stiegen die gebuchten Brutto-Beiträge laut Ammmerländer um 21 Prozent auf 28,8 Mio. Euro. In der Fahrrad-Vollkaskoversicherung nahm der Versicherer im Geschäftsjahr 2017 insgesamt 1,6 Mio. Euro (2016: 0,6 Mio.) an Prämien ein.
"E-Bikes und Pedelecs werden im Alltag weiter an Bedeutung gewinnen", betont Gerold Saathoff, Vorstand Vertrieb der Ammerländer. Insgesamt setze "sich der positive Trend der vergangenen fünf Jahre fort. Seit 2013 haben wir unsere Mitgliederzahl mehr als verdoppeln können", ergänzt Vorstandschef Axel Eilers. Weitere Geschäftszahlen will die Ammerländer zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben. (vwh/td)
Bildquelle: Thorben Wengert / PIXELIO (www.pixelio.de)
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