24.01.2018Unternehmen & Management

"Friederike" kostet LVM rund 90 Mio. Euro

Von VW-RedaktionVW heute
Orkantief "Friedrike" kommt die LVM Versicherung teuer zu stehen. Wie der Versicherer mitteilt, beläuft sich der endgültige Schadenaufwand auf etwa 90 Mio. Euro. Damit bewegen sich die Kosten des Versicherers voraussichtlich auf dem Niveau des Jahrhundert-Sturmtiefs "Kyrill". Dabei verzeichnete die LVM bislang mehr als 42.000 Schadensmeldungen in der Sachversicherung.
Die meisten Schäden registrierte die LVM nach eigenen Angaben in Nordrhein-Westfalen mit mehr als 31.000 Schadensmeldungen. Mit deutlichem Abstand folgen Niedersachsen mit etwa 4.000, Hessen mit etwa 2.000, Sachsen und Sachsen-Anhalt mit jeweils rund 1.200 Schadenmeldungen sowie Thüringen mit etwa 900 gemeldeten Schäden. "Vor allem im Münster- sowie im Sauerland, aber auch am Niederrhein und in Teilen des Ruhrgebiets hat 'Friederike' deutliche Spuren hinterlassen. Unser Schaden-Atlas für Nordrhein-Westfalen zeigt, dass praktisch keine Region verschont geblieben ist. Dass die Schadenzahlen für Deutschland und Nordrhein-Westfalen relativ dicht beieinander liegen, verdeutlicht, wie stark sich 'Friederike' auf NRW konzentriert hat", kommentiert Benedikt Hoffschulte, Leiter der Sach-Schadenabteilung.
Die meisten Schäden in NRW verteilen sich nach Angaben der LVM verteilen sich im Münsterland auf die Landkreise Steinfurt (ca. 3.000), Warendorf (ca. 2.200), Warendorf (ca. 2.200), Coesfeld (ca. 1.700), Borken (ca. 2.300) und die Stadt Münster (ca. 850). Im Sauerland sind die Kreise Soest (ca. 3.000), Märkischer Kreis (ca. 750) sowie der Hochsauerlandkreis (ca. 550) am stärksten betroffen. Etwas glimpflicher kommen nach aktuellem Stand die Oberzentren des Ruhrgebiets – etwa Dortmund (ca. 400), Duisburg (ca. 230) und Bochum (ca. 150) – davon. Auf die niederrheinischen Kreise Wesel und Kleve entfallen rund 1.400 bzw. 850 Schadensmeldungen, so die LVM weiter.
Zudem rechnet die LVM-Autoversicherung bundesweit mit rund 5.000 Schadensmeldungen. Die Kosten schätzt der Versicherer dabei auf etwa acht Mio. Euro. Neben der LVM sind derzeit auch andere Versicherer besonders stark von den Auswirkungen des Orkantiefs betroffen. So schätzt die R+V Versicherung in Wiesbaden den Schadenaufwand durch "Friederike" derzeit auf rund 40 Mio. Euro. Während die Westfälische Provinzial "einen voraussichtlichen Schadenaufwand von 100 bis 130 Mio. Euro" erwartet, kalkuliert die Provinzial Rheinland mit einer Schadenssumme von bis zu 80 Mio. Euro. (vwh/td)
Bildquelle: LVM
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