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Verbraucherschützer mahnen Insurtech Clark ab

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
So einfach kann es sein: Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat den digitalen Versicherungsmakler Clark abgemahnt. In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Online-Maklers seien Rechtsmängel enthalten, die Verbraucher benachteiligen würden. Das Unternehmen hat den die Vorwürfe akzeptiert, nachgebessert und den Fall bereits abgehakt.
Die Klauseln wären so gestaltet gewesen, dass Clark und seine Dienstleister von der Haftung bei grober Fahrlässigkeit oder gar Vorsatz ausgeschlossen würden, so der Vorwurf. Ein möglicher Fall wäre beispielsweise bei Wartungsarbeiten auf der Plattform. Ein weiterer Tadel war, dass Clark offenbar die Geschäftsbedingungen bei "Änderung des Marktes" einseitig anpassen könnte. Laut Verbraucherschützern sei das nicht zulässig.
Der dritte Vorwurf ist für ein digitales Unternehmen reichlich kurios. Verbraucher mussten einen vermuteten Missbrauch der Daten nicht nur sofort, sondern auch schriftlich mitteilen – also in Papierform.

Clark lernt

Auf Nachfrage zu den Vorwürfen schreibt der Digitalmakler: "Bei Clark haben Transparenz und die fortlaufende Verbesserung unseres Service für unsere Kunden oberste Priorität. […] Clark arbeitet kontinuierlich an der Weiterentwicklung des Services im Sinne des Kunden, daher freuen wir uns über jeden Hinweis, der zur weiteren Verbesserung unseres Service beiträgt. Die Hinweise der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg wurden bereits umgesetzt."
Diese Lernbereitschaft scheint bei den Kunden anzukommen. Im ausführlichen Interview mit VWheute erklärte der CEO von Clark Christopher Oster unlängst, dass es bei der Kundenanzahl "auf jeden Fall" Steigerungen gäbe. (vwh/mv)
Bildquelle: Claudia Hautumm / www.pixelio.de / Pixelio
Verbraucherzentrale · Clark · Insurtech · Klausel · Oster Christopher
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