Politik & Regulierung

Immer mehr Beschwerdeverfahren werden eingestellt

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Versicherungsombudsmann hat jetzt neue Zahlen zum Beschwerdeaufkommen 2017 veröffentlicht, die sich wie schon in den Vorjahren um die 20.000 Eingaben bewegt haben. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 19.754 Beschwerden registriert. Zum Vergleich: Im Jahr zuvor waren es 19.579 Eingaben und 2015 noch 20.827 Beschwerden gewesen.
Bemerkenswert sei, dass wie schon im Jahr 2016 die Zahl der Beschwerden über Rechtschutzversicherungen und Lebensversicherungen in etwa gleichauf gewesen seien, hieß es beim Versicherungsombudsmann in Berlin. Die Zahl der im vergangenen beendeten Verfahren stieg auf 20.429 (2016: 19.115). Im letzten Quartal 2017 hatte es nach den Daten 4.632 Eingaben gegeben. Die meisten Beschwerden wurden im ersten Quartal mit 5.548 Fälle angenommen.
Der Versicherungsombudsmann wird Ende Januar/Anfang Februar seinen ersten Tätigkeitsbericht für ein volles Jahr veröffentlichen. Im Mai dürfte dann wiederum der Jahresbericht vorliegen.

Rentenkasse bleibt gut gefüllt

Auch die Deutsche Rentenversicherung Bund veröffentlichte jetzt Ergebniszahlen für 2017. Trotz der Belastungen aus der Mütterrente und den deutlichen Rentenerhöhungen zur Jahresmitte wuchs die so genannte Nachhaltigkeitsrücklage bis zum Jahresende auf 33,4235 Milliarden Euro an. Dies entsprach 1,61 Monatsausgaben. Ende 2016 hatten die Rentenreserven bei 32,3785 Mrd. Euro (1,62 Monatsausgaben) gelegen.
Pro Monat zahlt die Rentenversicherung Renten im Volumen von rund 20,7 Mrd. Euro aus. Ursprünglich war mit einem Absinken der Nachhaltigkeitsrücklage für 2017 auf unter 1,5 Monatsausgaben gerechnet worden. Nach den Schätzungen würde die Marke von 1,5 Monatsausgaben auch Ende 2018 überschritten werden; deshalb hatte die Bundesregierung entsprechend den gesetzlichen Vorgaben eine Absenkung des Beitragssatzes auf 18,6 (18,7) Prozent zu Jahresbeginn beschlossen. (brs)
Bild: Günter Hirsch (Quelle: Versicherungsombudsmann)
Rentenkasse · Versicherungsombudsmann · Günter Hirsch
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