Politik & Regulierung

Nürnberger streitet mit eigener Agentur um Zusatzgebühr

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Das ist aber nicht die feine Art. Ein Mann bekam nach Informationen von Finanztest eine Bescheinigung seiner Versicherungsbeträge zugeschickt – so weit, so normal. Der Absender des Schreibens: die Nürnberger Generalagentur Klambt & Endres. Der Empfänger sollte eine Gebühr für den Brief zahlen, wenn er widerspreche. Verbraucherschützer und die Nürnberger Hauptverwaltung intervenierten.
Juristin Jana Brockfeld vom Verbraucherzentrale Bundesverband hat eine klare Meinung zum Vorgehen der Agentur: "So geht es nicht, für eine zusätzliche kostenpflichtige Leistung ist grundsätzlich die ausdrückliche Zustimmung des Kunden nötig." Schweigen sei keine Zustimmung, eine Abbuchung daher in so einem solchen Fall nicht zulässig. Laut Juristin hätte die Agentur fragen müssen: "Wollen Sie die Bescheinigung?"
Finanztest hat nach eigenen Angaben bei der Agentur nachgefragt, ob es für die Abbuchung eine vertragliche Grundlage gebe: "Eine Antwort blieb vor Weihnachten aus. Stattdessen drohte die Agentur über einen Anwalt, man behalte sich im Fall einer Berichterstattung eine Stellungnahme vor."
Inzwischen habe laut der Verbraucherschützer die Nürnberger Versicherung eingegriffen. "Es wird keine Abbuchung erfolgen“, erklärte Pressesprecher Ulrich Zeidner. "Kunden bekommen die Bescheinigung gratis."
Kleiner Tipp der Verbraucherschützer: Seit 2017 müssen solche Belege der Steuererklärung nicht mehr beigelegt werden, sondern im Zweifelsfall nachgereicht werden. (vwh/mv)
Bild: Stephanie Hofschlaeger / www.pixelio.de / PIXELIO
Finanztest · Nürnberger · 2017 · Gebühr
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