17.01.2018Unternehmen & Management

Allianz: Unternehmen fürchten Cyber und Wetter

Von VW-RedaktionVW heute
Die deutschen Unternehmen fürchten sich in diesem Jahr am meisten vor Betriebsunterbrechungen und Cyberrisiken. Gleichzeitig ist die Angst vor Schäden aus Wetterereignissen durch die rekordverdächtigen Schäden aus Naturkatastrophen zurück auf die Agenda der Risikomanager in Deutschland gerückt. Dies geht aus dem neuen Risiko-Barometer 2018 der Allianz hervor.
So fürchten sich insgesamt 55 Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland derzeit vor einer Betriebsunterbrechung (Vorjahr: 44 Prozent). Die Angst vor Cybervorfälle liegt mit 51 Prozent (Vorjahr: 44 Prozent) der Antworten erneut auf Rang zwei der meist genannten Risiken. Auf die Agenda zurückgekehrt ist bei den deutschen Risikomanagern die Furcht vor rekordverdächtigen Schäden aus Überschwemmungen und Stürmen.
Insgesamt 27 Prozent der Befragten (Vorjahr: 16 Prozent) sehen darin aktuell ein großes Risiko für ihre Geschäftstätigkeit. Auch Geschäftsrisiken durch Feuer und Explosion sowie durch Qualitätsmängel, Serienfehler, Produktrückrufe werden von den befragten Unternehmen in diesem Jahr kritischer gesehen. Volkswirtschaftliche Risiken, zum Beispiel durch steigende Rohstoffpreise oder Inflation, schätzen die Experten geringer ein als noch 2017.
"Das neue Gold der digitalen Wirtschaft sind immaterielle Werte wie Daten, Plattformen, Netzwerke oder die Reputation des Unternehmens. Durch diese Werteverschiebung rückt ihr Schutz auch in Deutschland in den Vordergrund. Störungen in der Lieferkette sowie Cyberbedrohungen gehören heute zu den größten Risiken", kommentiert Andreas Berger, Vorstand der AGCS und als CEO für Zentral- und Osteuropa, die Ergebnisse des neuen Risiko-Barometers.
"Die schweren Naturkatastrophen des vergangenen Jahres erinnern uns jedoch daran, dass auch die Auswirkungen der immerwährenden Gefahren nicht zu unterschätzen sind. Risikomanager sehen sich mit einem hochkomplexen und volatilen Umfeld konfrontiert, in dem sowohl traditionelle Geschäftsrisiken als auch neue technologische Herausforderungen zu bewältigen sind", ergänzt der AGCS-Manager.
Auch außerhalb Deutschlands sorgen sich die Unternehmen laut Risikobarometer aktuell vor allem vor einer Betriebsunterbrechung (Rang eins) und Cybervorfäll (Rang zwei). Ebenso bleiben große Schäden aus Naturkatastrophen (Rang drei) ein großes Geschäftsrisiko. Angesichts des rekordverdächtigen Katastrophenjahrs 2017 sei zudem der Klimawandel und die steigende Volatilität des Wetters erstmals in die Top Ten der wichtigsten Risiken weltweit vorrückt. Auch Risiken, die von neuen Technologien ausgehen, zählen derzeit zu den größten Aufsteigern im weltweiten Ranking. Allerdings sind die Unternehmen derzeit weniger besorgt über generelle Marktentwicklungen. (vwh/td)
Bildquelle: Rainer Sturm / PIXELIO (www.pixelio.de)
Grafikquelle: Allianz
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