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Carillon-Pleite: Millionenverlust bei Pensionen befürchtet

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Ein schwerer Schlag für die britische Wirtschaft. Mit Carillion wird der zweitgrößte Baukonzern Großbritanniens abgewickelt. Am Wochenende scheiterten mehrere Rettungsversuche des Unternehmens, das viele staatliche Infrastrukturprojekte innehat und Essen in Schulen liefert. Die Pensionskasse des Konzerns hat ein hohes dreistelliges Minus zu verzeichnen.
Es ist nicht so, als hätte es sich nicht angekündigt. Drei Gewinnwarnungen waren seit dem Sommer eingegangen, drei an der Zahl. Der Kurs an der Börse fiel und fiel und landete am Ende des Sturzfluges bei einem Zehntel des ursprünglichen Wertes. Die Kasse von Carillion soll einen Fehlbetrag von 1,5 Mrd. Britischer Pfund aufweisen, die Pensionskasse 600 Mio. Pfund.
Der Fall ist für die Regierung doppelt heikel: Erstens ist sie eng mit dem Konzern verbunden, und darüber hinaus waren die finanziellen Probleme bekannt. Die Kritiker hielten und halten mit ihrer Meinung nicht hinterm Berg. Premierministerin Theresa May steht derzeit wegen der schwierigen Brexit-Verhandlungen sowieso unter Druck und hat kürzlich ihr Kabinett umgebaut.
Der neue Skandal könnte ihr in einer solchen Situation teuer zu stehen kommen. Ob ihre murrende Conservative Party weiter hinter ihr stehen wird? (vwh/mv)
Bild: Andreas Hermsdorf / www.pixelio.de / PIXELIO
Großbritannien · Pleite · Carillion
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