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Axa schraubt Investment bei Heimwerker-Start-up hoch

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Axa investiert in Homebell. Wenn sie bei diesem Satz ein Déjà-vu haben, ist das berechtigt. Denn das hat der Versicherer bereits im letzten Jahr getan. Scheinbar glaubt nicht nur die Axa an den Erfolg des Start-ups, das Renovierungs- und Sanierungsarbeiten online buchbar macht, denn auch die Helvetia ist neu an Bord des Investorenbootes.
Bei der zweiten Finanzierungsrunde von Homebell wurden insgesamt elf Mio. Euro in das Berliner Unternehmen investiert, das die Planung und Durchführung von Renovierungs- und Handwerksarbeiten übernimmt. Die Finanzierungsrunde ist ein elitärer Kreis, neben den beiden Versicherern finden sich unter anderem Seven Ventures, die zu ProSiebenSat.1 gehören, Kompass Digital und die bestehenden Gesellschafter Lakestar, der Rocket-Internet-Fonds Global Founders Capital sowie Index Ventures.

Der Erfolg von Homebell

Was versprechen sich Axa und Helvetia von dem Investment – VWheute hat gefragt. Dr. Johannes Dick, Mitinitiator des Axa Innovation Campus und Leiter Konzernentwicklung Axa Deutschland, der auch beim ersten Investment dabei war, erklärt das erneute Investment: "Wir haben mit unserem Investmentarm AXA Innovation Campus gerade erneut in Homebell investiert. Homebell übernimmt den kompletten Ablauf von professionellen Handwerksleistungen und macht Renovierungs- und Sanierungsarbeiten online buchbar. Das ist ein attraktives Geschäftsfeld für Axa, denn wir sind einer der führenden Sachversicherer mit einer großen Expertise in Gebäude, Haftpflicht und Hausrat. Als erster Versicherungspartner von Homebell glauben wir weiterhin an das große Potential und festigen daher unsere Position."
Die Schweizer von Helvetia klingen ähnlich in ihren Gründen: "Homebell wird Dienstleistungen rund um das Handwerk maximal digitalisieren. Wir sehen hier einen sehr großen Markt mit bisher niedrigem Digitalisierungsgrad und daher ein enormes Potenzial. Diese haben wir bei uns selber erkannt: in der Art und Weise, wie der Prozess bei Schadensbehebungen zwischen Kunde, Handwerker und uns heute abläuft. Aus diesem Grund soll in Deutschland eng mit Homebell zusammengearbeitet werden."
Gefragt zu der Höhe des Investments schreibt der Versicherer: "Zur Höhe der Beteiligungen des Helvetia Venture Funds und zu deren Umfang geben wir in diesem Fall keine Auskunft. Generell investiert der Fund durchschnittlich zwischen 500 000 und 2 Mio. Schweizer Franken pro Finanzierungsrunde. Pro Portfoliounternehmen sind Investitionen von bis zu 5,5 Mio. Schweizer Franken möglich."

Das Geld wird investiert

Sascha Weiler, neben Felix Swoboda einer der Gründer von Homebell, will das Geld in das Geschäft investieren: "Das Geld ist genug, um unser Kerngeschäft in Deutschland und den Niederlanden in den nächsten 18 bis 24 Monaten profitabel zu drehen“, sagt Weiler. Weitere Finanzierungsrunden sind nicht ausgeschlossen, wenn „wir uns für eine weitere Expansion entscheiden sollten". (vwh/mv)
Bild: Heimwerken (Quelle: Rainer Sturm / PIXELIO / www.pixelio.de)
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