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Munich Re und Easyjet fliegen künftig gemeinsam

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Billigfluglinie Easyjet sichert sich künftig bei der Munich Re gegen Unwetterrisiken ab. Laut Rückversicherer greift die Police bei unvorhergesehenen und gravierenden Ereignissen unterschiedlicher Art, die für Fluggesellschaften Betriebsunterbrechungsschäden zur Folge haben. Dazu zählten unter anderem Vulkanaschewolken, schwere Winterstürme oder aus Sicherheitsgründen verhängte Flugverbote.
Um eine rasche und effektive Auszahlung der Versicherungsleistung zu gewährleisten, wird pro Flugausfall vorab ein fixer Entschädigungsbetrag vereinbart, heißt es bei der Munich Re weiter. Dabei sei die Deckung preislich wettbewerbsfähig und setzt Liquidität frei, die von der Fluggesellschaft dann anderweitig genutzt werden. Konkrete Versicherungssummen wollte der Rückversicherer auf Anfrage von VWheute jedoch nicht nennen.
Bislang waren die entsprechenden Policen eher eine Sammlung verschiedener Einzellleistungen, die jeweils separat aufgenommen werden mussten. Dementsprechend umständlich war daher auch die Abwicklung im Schadenfall. Dass eine solche Absicherung durchaus Sinn macht, zeigt der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull vor acht Jahren. Nach Schätzungen des Flugverbandes IATA seien mehr als 100.000 Flügen gestrichen worden. Der Schaden für die betroffenen Gesellschaften soll zudem bei über 1,8 Mrd. US-Dollar gelegen haben.
"Von dieser Kooperation profitieren beide Seiten: easyJet ist für uns der richtige Partner, denn das Unternehmen ist herausragend, wenn es um Sicherheit und Risikomanagement geht. Die Deckung umfasst die Bewertung unterschiedlichster Gefahren. Daher ist bei der Entwicklung einer solchen, auf die individuellen Bedürfnisse des Kunden zugeschnittenen Lösung unser breit gefächertes Risikowissen gefragt", kommentiert Rolf Heintzeler, Abteilungsleiter Aviation Facultative bei der Munich Re.
"Die erfolgreiche Entwicklung dieser innovativen Deckung zeigt: Für Unternehmen, die mehr wollen als eine Standardlösung, ist Munich Re der ideale Partner. Betriebsunterbrechung ist in jeder Branche ein kritisches Thema. Bei der Gestaltung individueller Deckungskonzepte für Unternehmen ist noch reichlich Platz für Innovation. Wir sehen die Lösung als Modell für ähnliche Angebote, die wir für andere Branchen erarbeiten wollen", ergänzt Claudia Hasse, Chief Underwriting Officer bei Special Enterprise Risks.
"Der Versicherungsschutz trägt ergänzend zu liquiden Mitteln und revolving Credit Facilities dazu bei, unsere Liquiditätsreserve zu stärken und unser Counterparty Credit Risk weiter zu diversifizieren. Mit einem finanzstarken, langfristigen Partner wie Munich Re ist der Risikotransfer in den Versicherungsmarkt besonders attraktiv", erläutert Mike Hirst, Director Treasury & Tax bei Easyjet. (vwh/td)
Bildquelle: Dieter / PIXELIO (www.pixelio.de)
Munich Re · Easyjet
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