Unternehmen & Management

Zurich kehrt zum chinesischen LV-Markt zurück

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Zurück auf Anfang. Der Erstversicherer Zurich möchte wieder im großen Lebengeschäft im bevölkerungsreichsten Land der Welt mitmischen. Das bestätigte Jack Howell, CEO Asia Pacific, der Zurich, gegenüber einer chinesischen Zeitung. Grund für den Schritt zurück an den chinesischen LV-Markt sollen neue Regeln sein, die Versicherern das Investieren erleichtern.
Gegenüber der South China Morning Post sagte Howell: "Wir wollen in China wachsen, denn schließlich bietet dieser große Markt ein riesiges Geschäftspotential." Erfolgen soll der Wiedereinstieg nicht alleine, sondern durch Joint Ventures. Gespräche mit potentiellen Partnern werden derzeit geführt. "Als ausländischer Versicherer brauchen wir einen Partner in China, der uns helfen kann, den chinesischen Markt und die chinesischen Konsumenten zu verstehen", erklärt Howell die Gründe für eine Zusammenarbeit.
Die Schweizer hatten bereits auf dem chinesischen Markt Fuß gefasst, als sie sich mit 20 Prozent an der New China Life Insurance beteiligten, diesen Anteil aber im Jahr 2013 wieder verkauften. Nach wie vor ist die Zurich General Insurance Company (China) im Land vertreten, aber eben nicht im Markt für Lebensversicherungen.
Der Grund für den Sinneswandel bezüglich Lebensversicherung könnte eine angedachte Vereinfachung der Auslandsinvestitionen im flächenmäßig viertgrößten Staat sein. Die Regierung möchte in diesem Bereich Lockerungen einführen. Angedacht soll zunächst sein, die 50-Prozent-Obergrenze für Joint Ventures um ein Prozent anzuheben und später möglicherweise komplett fallen zu lassen.
Solche Vereinfachungen sieht Howell als "ermutigende Aussichten", um wieder auf dem chinesischen Lebensversicherungsmarkt tätig zu werden.
Auf Nachfrage von VWheute schreibt die Zurich: "Zurich ist ein Unternehmen mit sehr starker Kapitalbasis und damit auch fähig in M&A zu investieren. Wir beobachten regelmäßig den Markt, um interessante Gelegenheiten zu finden. Diese würden wir in gewohnt disziplinierter Weise prüfen. Wir wollen nicht um jeden Preis wachsen - Zurich kann ihre Strategie- und Finanzziele erreichen, ohne M&A-Aktivitäten durchführen zu müssen. Wir halten in erster Linie nach Gelegenheiten Ausschau, die unsere Präsenz und unsere Geschäftsaktivitäten in bestehenden Märkten ausbauen. Jede Kooperation oder Übernahme muss wertschöpfend sein, sich an unseren strategischen Ambitionen orientieren, unsere internen finanziellen Vorgaben erfüllen und kulturell gut zu Zurich passen." (vwh/mv)
Bild: Hong Kong (Quelle: Michael Lemke / www.pixelio.de / PIXELIO)
Zurich · Lebensversicherungsmarkt · China
Auch interessant
Zurück
07.01.2019VWheute
Debeka vertei­digt Zins­sen­kung Die Koblenzer haben ihre Überschussbeteiligung für das Jahr 2019 gesenkt. Das Unternehmen stellt sich damit gegen den…
Debeka vertei­digt Zins­sen­kung
Die Koblenzer haben ihre Überschussbeteiligung für das Jahr 2019 gesenkt. Das Unternehmen stellt sich damit gegen den Trend in der LV-Branche, verteidigt die Maßnahme auf Anfrage und verweist auf die Gesamtverzinsung.
22.11.2018VWheute
Warum Austra­lien, Russ­land und die Türkei für Versi­cherer beson­ders schwierig sind Internationale Versicherungsprogramme gelten aufgrund einer …
Warum Austra­lien, Russ­land und die Türkei für Versi­cherer beson­ders schwierig sind
Internationale Versicherungsprogramme gelten aufgrund einer Vielzahl zu berücksichtigender Aufsichtsregeln, Gesetze und Verordnungen als komplex. Noch schwieriger wird es, wenn wirtschaftliche …
15.11.2018VWheute
Stan­dard Life kontert Mogel-Vorwürfe von Blau Direkt Nutzt Standard Life den Brexit um sich LV-Verpflichtungen herumzumogeln? Das Unternehmen hat in …
Stan­dard Life kontert Mogel-Vorwürfe von Blau Direkt
Nutzt Standard Life den Brexit um sich LV-Verpflichtungen herumzumogeln? Das Unternehmen hat in Folge des Brexits die Lebensversicherungs-Verträge zu einer irischen Tochter verlagert, Kritiker wittern eine Benachteiligung der …
13.11.2018VWheute
Sind LV-Kunden die Brexit-Loser? Die britischen Lebensversicherer stellen sich auf den Brexit ein. Dabei haben sie zunächst einmal ihre eigenen …
Sind LV-Kunden die Brexit-Loser?
Die britischen Lebensversicherer stellen sich auf den Brexit ein. Dabei haben sie zunächst einmal ihre eigenen Belange im Blick, weniger die der Kunden, glaubt Blau Direkt. Der Maklerpool glaubt, dass Risiken für Kunden und Makler entstehen und …
Weiter