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Alibaba darf MoneyGram nicht übernehmen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Im Januar 2017 hatte der Chef des chinesischen Internetgiganten Alibaba Jack Ma den neugewählten Präsidenten Donald Trump aufgesucht. Dabei hat Ma versprochen, in den kommenden Jahren eine Million Arbeitsplätze in den USA zu schaffen. Alibaba plant den Internethandel, Zahlungsverkehr und damit verbundene Versicherungen für Warenlieferung auch auf die USA auszudehnen.
Allerdings ist beim Alibaba-Chef in diesen Tagen eine große Nüchternheit eingekehrt. Bereits Anfang des letzten Jahres hat Ant Financial Service, ein Tochterunternehmen von Alibaba, mit dem US-Bezahldienst MoneyGram eine Übernahmevereinbarung getroffen. Der Kaufpreis wurde dabei im Lauf der Verhandlung von 880 Mio. US Dollar auf mittleweile 1,2 Mrd. erhöht, wie die Financial Times berichtete.
Zur Überraschung der beiden Partner wurde der Übernahmeplan jetzt von der US-Kontrollbehörde CFIUS gestoppt - und zwar angeblich aus Gründen der nationalen Sicherheit. Wieder sahen einige US-Kongressabgeordnete in dem Deal eine Gefährdung für die USA, da Ant Financial Service mit der chinesischen Regierung in Verbindung stehen soll.
Nach Angaben von Alibaba haben die beiden Geschäftspartner im höchstmöglichen Maße mit CFIUS kooperiert. Das gemeinsame Vorhaben soll insgesamt drei Mal von der US-Behörde geprüft worden sein. Statt 75 Tage, die reguläre Dauer des Prüfverfahrens, hat es diesmal fast ein Jahr gedauert. Trotzdem konnte man die Sorge von CFIUS um die nationale Sicherheit nicht zerstreuen. Darüber hinaus muss Alibaba nun dem Bezahldienst MoneyGram 30 Mio. Dollar Entschädigung für den misslungenen Deal zahlen. (hy)
Bild: Zentrale von Alibaba in der chinesischen Stadt Hangzhou. (Quelle: hy)
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