Märkte & Vertrieb

Chinesische Versicherer: Boni statt Sozialismus

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Staatlich geregelte Einheitsgehälter sind in China längst von gestern. In der modernen Zeit ist eine flexible Bezahlung angesagt, obwohl der Staat sich selbst weiterhin als sozialistisch bezeichnet. In der chinesischen Versicherungsbranche ist die Praxis der flexiblen Entlohnung stark ausgeprägt.
In vielen Unternehmen werden inzwischen nicht nur die Mitarbeiter des Außendienstes, sondern größtenteils auch die des Innendienstes nach Leistung bezahlt. Nach dem Human Ressource Report vom Verband der chinesischen Versicherungen wird die Verbindung zwischen Bezahlung und Leistung zunehmend bedeutsamer. Ein Top-Manager der obersten Führungsebene erzielt im Durchschnitt ein Jahreseinkommen von circa 790.000 Yuan (rund 101.000 Euro), basierend auf einem Grundgehalt von etwas über 50 Prozent, einem Bonus von 35.900 Euro und einer betrieblichen Zuwendung von 12.800 Euro.
Ein Mitarbeiter im Bereich Vermögensverwaltung, Mathematik oder IT erhält im Durchschnitt ein Jahreseinkommen von 39.000 Euro. Immerhin noch 70 Prozent davon sind Fixgehalt. Das Einkommen eines Mitarbeiters in marktnahen Bereich besteht zu 65 Prozent aus dem Festeinkommen. Bei meisten Unternehmen haben die Außendienstmitarbeiter gar kein Festgehalt, sie leben nur von Provision.
Die echten Großverdiener in der Branche finden sich in der obersten Managementebene von Großunternehmen. Nach einem Bericht der Zeitung The 21. Century Economics beträgt das Jahreseinkommen von 17 Managern des Marktprimus Ping An umgerechnet 7,55 Mio. Euro. Das sind im Durchschnitt mehr als 444.000 Euro pro Manager, der Großteil besteht aus Bonuszahlungen. (vwh/hy)
Bild: Finanzviertel in Schanghai - von links nach rechts: Ping An, Pacific Insurance, Bank of China. (Quelle: Heng Yan)
China · Bonus · Sozialismus
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