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VKB durchbricht erstmals 8-Mrd.-Euro-Marke

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Versicherungskammer Bayern (VKB) hat im Geschäftsjahr 2017 nach den vorläufigen Bilanzzahlen erstmals einen Umsatz von mehr als acht Mrd. Euro erzielt. Dies entspricht einem Plus von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zudem stieg der Kapitalanlagebestand auf rund 50,50 Mrd. Euro (Vorjahr: 48,54 Mrd.).
In der Schaden- und Unfallsparte verzeichnete die Versicherungskammer Bayern nach eigenen Angaben ein deutliches Beitragsplus von 5,2 Prozent auf mehr als 2,5 Mrd. Euro. Dabei verzeichnete die VKB mehr als 500.000 Schadenfälle, die kombinierte Schaden-Kosten-Quote liegt in diesem Jahr bei voraussichtlich 95 Prozent. "Damit liegen wir zwar leicht über Vorjahr, sind aber angesichts der gestiegenen Frequenz von Unwetterschäden sehr zufrieden", kommentiert Frank Walthes, Vorstandsvorsitzender der Versicherungskammer.
Einen ebenfalls deutlichen Beitragsanstieg verzeichneten in diesem Jahr auch die Krankenversicherungstöchter der VKB. Demnach erzielten die Bayerische Beamtenkrankenkasse und die Union Krankenversicherung im Jahr 2017 Beitragseinnahmen von über 2,4 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Plus von 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders positiv habe sich dabei laut Versicherer das Geschäft in der Zusatzvorsorge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung im privaten und betrieblichen Bereich entwickelt. "Wir verdanken es der Dualität von PKV und GKV, dass unser Gesundheitssystem eines der besten weltweit ist. Gerade ihr Wettbewerb garantiert das hohe Versorgungsniveau – auch und gerade für gesetzlich Versicherte", erläutert Walthes.
In der Lebensparte erzielte die Versicherungskammer zudem Beitragseinnahmen von rund drei Mrd. Euro. Die Gesamtverzinsung bleibt nach Angaben der VKB auch im kommenden Jahr unverändert bei 2,95 Prozent. Diese setzt sich aus der laufenden Verzinsung in Höhe von 2,35 Prozent sowie den nicht garantierten Schlussüberschüssen inklusive Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven in Höhe von 0,6 Prozent zusammen. "Einen Verkauf der Bestände schließe ich definitiv aus. Wir stehen zu unseren lebenslangen Zusagen", betont der Vorstandsvorsitzende der Versicherungskammer.
"Mit unserem Beitragswachstum übertreffen wir den Branchendurchschnitt und haben Marktchancen stärker als erwartet für uns nutzen können. Das zeigt, dass wir unseren Kunden die richtigen Produkte und intelligente Versicherungslösungen anbieten", kommentiert VKB-Vorstandschef Walthes die Geschäftsentwicklung im Jahr 2017. (vwh/td)
Bildquelle: VKB
Versicherungskammer Bayern · VKB
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