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Pierin Vincenz zieht Konsequenzen aus "Raiffeisen-Affäre"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Verwaltungsratsvorsitzende der Helvetia, Pierin Vincenz, ist mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurückgetreten. Hintergrund sind die Ermittlungen der Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma gegen ihn wegen möglicher Interessenkonflikte während seiner Zeit bei Raiffeisen Schweiz. Nachfolgerin wird interimsweise Doris Russi Schurter.
Vincenz gehört seit dem Jahr 2000 dem Verwaltungsrat der Helvetia und wurde zum 1. Oktober 2015 zu dessen Präsident gewählt. Bereits Anfang November 2017 wurde bekannt, dass die Finma wegen möglicher Interessenkonflikte während seiner Tätigkeit für die Raiffeisen Schweiz gegen ihn ermittelt. Allerdings gaben weder die Raiffeisen-Gruppe noch die Finma Auskunft darüber, welche Gesetzesverletzungen oder Missstände konkret vorliegen.
"In den letzten Tagen ist klargeworden, dass sich das FINMA-Verfahren nicht beschleunigen lässt und damit bis zur kommenden Generalversammlung von Helvetia im April 2018 nicht abgeschlossen sein wird. Die anhaltende Unsicherheit und die medialen Begleiterscheinungen, die dieses Verfahren mit sich bringen, haben mich deshalb bewogen, im Interesse des Unternehmens per sofort zurückzutreten. Damit kann Helvetia unbelastet meine Nachfolge planen", begründet Vincenz seinen Rücktritt.
Die Helvetia selbst sieht sich hingegen nicht von der Untersuchung der Finma betroffen. Zudem stehe die Untersuchung in keinem Zusammenhang mit Vincenz' Tätigkeit bei Helvetia, betont der Schweizer Versicherer. Bis zur nächsten Generalversammlung am 28. April 2018 wird Doris Russi Schurter, bislang Vizepräsidentin des Verwaltungsrats, interimsweise den Vorsitz des Aufsichtsgremiums wahrnehmen. (vwh/td)
Helvetia · Pierin Vincenz
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