18.12.2017Unternehmen & Management

Ergo hält Gesamtverzinsung nahezu stabil

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Lebensversicherungskunden bei der Ergo haben es derzeit nicht leicht: Erst kündigte der Konzern den externen "Run-off" an, nun folgt die interne Abwicklung. An der Gesamtverzinsung für die Bestandsverträge wird sich im kommenden Jahr hingegen kaum etwas ändern. Diese bleibt für 2018 nahezu konstant, teilte der Düsseldorfer Versicherungskonzern am Freitag mit.
Demnach setzen sich die Gesamtverzinsungen für die Lebensversicherungstöchter der Ergo wie folgt zusammen: Die Ergo Lebensversicherung setzt die laufende Verzinsung im Jahr 2018 bei 2,05 Prozent fest. Dazu kommen 0,3 Prozent aus Schlussüberschussbeteiligung und Sockelbeteiligung an den Bewertungsreserven. Die Gesamtverzinsung liegt demnach bei 2,35 Prozent.
Die Victoria Leben bietet 2018 wie schon im Vorjahr eine laufende Verzinsung von 2,05 Prozent. Hinzu kommen 0,3 Prozent aus Schlussüberschussbeteiligung und Sockelbeteiligung an den Bewertungsreserven. Die Gesamtverzinsung beläuft sich somit auf 2,35 Prozent.
Die Ergo Direkt Lebensversicherung hält die laufende Verzinsung 2018 ebenfalls konstant bei 2,75 Prozent. Dazu kommt ein Schlussüberschuss von 0,25 Prozent. Die Gesamtverzinsung liegt damit unverändert zum Vorjahr bei 3,0 Prozent.
"Die Finanzpolitik der EZB setzte auch 2017 auf Anleihekäufe und Leitzinsen auf Niedrigniveau. Zusammen mit der Situation an den Kapitalmärkten kommt es ganz besonders darauf an, sorgfältig zwischen Rendite und Risiko für unsere Kunden abzuwägen. Als Versicherer navigieren wir im Sinne der langfristigen und sicheren Anlagepolitik unseres Hauses umsichtig", kommentiert Michael Fauser, Vorstandsvorsitzender der Ergo Lebensversicherung AG, die Entscheidung des Konzerns.
"Unverändert verfügen die Ergo Lebensversicherer über starke und belastbare Kapitalanlagen. Deshalb halten wir die Überschussbeteiligung 2018, mit Ausnahme einer Anpassung bei Ergo Leben, konstant", ergänzt Fauser.
Ende November hatte die Ergo bekannt gegeben, ihre deutschen Lebensversicherungsgesellschaften mit Klassikbeständen nun doch nicht verkaufen zu wollen. "Nach Auffassung von Ergo spiegelt sich der derzeitige Wert des Bestandes sowie dessen Wertentwicklungspotential in den Angeboten nicht angemessen wider. Daher werden wir unsere klassischen Lebensversicherungsbestände weiterhin unter eigener Regie verwalten", begründete Konzernchef Markus Rieß die Entscheidung. (vwh/td)
Bildquelle: Ergo
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