Politik & Regulierung

Kein Ende im Streit um Schwabinger Fliegerbombe

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Der Rechtsstreit zwischen der Axa-Versicherung und der Stadt München um die Sprengung der Fliegerbombe von Schwabing im August 2012 nimmt weiterhin kein Ende. So landete der Fall am Donnerstag als Berufungsverfahren vor dem Oberlandesgericht München. Das Ergebnis: Die Verhandlung wurde auf den 22. März 2018 vertagt. Zuvor sollen die Anwälte der Stadt München und der Axa ein Einigungsgespräch abgelehnt haben.
Hintergrund ist eine Entscheidung des Landgerichts München Anfang Februar 2017. Darin wiesen die zuständigen Richter die Forderung der Axa zurück mit der Begründung, die Stadt sei der falsche Adressat für mögliche Schadensersatzforderungen. München sei zudem nicht für die Schäden verantwortlich, urteilten die Richter weiter. Die Axa scheint diese Sicht jedenfalls nicht zu teilen und beharrt weiterhin auf ihrer Forderung von exakt 410.565,76 plus Zinsen.
Wie schwierig diese Fragen tatsächlich zu klären sind, zeigt auch die größte Evakuierung der Nachkriegszeit Anfang September 2017 in Frankfurt am Main. Über 60.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, damit eine Fliegerbombe im Westend entschärft werden konnte. Auch der Hessische Rundfunk (hr) war betroffen und musste seinen Sendebetrieb auf die Standorte in Kassel, Wiesbaden, Darmstadt sowie auf mehrere Übertragungswagen verlagern.
Die Detonation einer Weltkriegsbombe ist nach Ansicht vieler Experten die Folge eines Kriegsereignisses, auch wenn der Zweite Weltkrieg schon vor über 70 Jahre endete. Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen jedoch, dass die Versicherer solche Schäden übernommen haben. Dem GDV sei kein Fall bekannt, bei dem Versicherer einen solchen Schaden nicht reguliert hätten. (vwh/td)
Bildquelle: Thorben Wengert / PIXELIO (www.pixelio.de)
Axa · Schwabing · Bombe
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