11.12.2017Märkte & Vertrieb

Revolutionieren Zwillinge die bAV?

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Es soll ein einzigartiges Modell sein: Das Versorgungswerk der deutschen Wirtschaft hat mit "Smartpension", eine "Art Zwillings-Unterstützungskasse" geschaffen, die "das Beste aus zwei Welten" verbindet. Entwickelt wurde es vom "bAV-Experten" Alexander Siegmund und dem Aktuar Stefan Kuhnert, Partner ist HDI.
Es gibt bei Unterstützungskasse (U-Kassen) zwei unterschiedliche Finanzierungstypen: Die rückgedeckte und die pauschaldotierte Unterstützungskasse. Das Versorgungswerk will, sie ahnen es bereits, beide Typen verbinden. Die rückgedeckte Variante basiert auf den Kalkulationen eines Versicherers, da sie in Lebensversicherungen investiert. Die pauschaldotierte Unterstützungskasse ist laut dem Versorgungswerk in der Kapitalanlage frei und flexibel.
Bislang habe es nur ein Entweder-oder gegeben. Das sei jetzt vorbei, denn das Versorgungswerk "kombiniert die jeweiligen Vorteile der unterschiedlichen Finanzierungstypen der Unterstützungskasse" und schafft ein neues Betriebsrenten-Modell, bei dem der Aufwand für eine spätere Rente "deutlich reduziert" werden kann.

Die Durchführung

Die Ansparphase erfolgt rückgedeckt bei einem Lebensversicherer, der HDI Lebensversicherung. Die Auszahlungsphase, also die Verrentung, wird aber nach den Prinzipien der pauschaldotierten Unterstützungskasse durchgeführt. Der Vorteil ist laut Produktgeber, dass das Ansparen rückgedeckt erfolgt, die Verrentung und die Kapitalanlage des angesparten Vermögens hingegen erfolge "frei".
"Smartpension ermöglicht die Finanzierung der Versorgung auf einem Niveau in Höhe des handelsrechtlichen Erfüllungsbetrages. Gegenüber den konservativen Sterbetafeln und geringen Garantiezinsen der Lebensversicherer werden somit deutliche Kostenvorteile erzielt", so Stefan Kuhnert.
Alexander Siegmund ergänzt: "Der Finanzierungsvorteil von Smartpension liegt im Bereich von 20 bis 35 Prozent und ist somit ein attraktives Finanzierungsmodell für Arbeitgeber eine betriebliche Altersversorgung für die Mitarbeiter aufzubauen." (vwh/mv)
Bildquelle: Sokaeiko / PIXELIO / www.pixelio.de
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