Unternehmen & Management

Helvetia investiert in estnisches Start-up

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Schweizer Helvetia Venture Fund investiert einen einstelligen Millionenbetrag in das estnische Versicherungs-Start-up Inzmo. Demnach sollen die Künden künftig über die Smartphone-App oder in den Geschäften der kooperierenden Einzelhändler ihren Versicherungsbedarf sofort abdecken können. Die Policen sollen zudem binnen weniger Minuten abgeschlossen und verwaltet werden. Auch Schäden sollen über die App gemeldet werden können.
Beide Unternehmen versichern derzeit Vermögenswerten wie beispielsweise Fahrrädern, Unterhaltungselektronik, Brillen oder Uhren haben bereits seit 2017 gemeinsame operative Erfahrungen gesammelt. Die Mittel der aktuellen Investition sollen nach Angaben der Helvetia für die Weiterentwicklung der Kooperation verwendet werden.
Inzmo ermöglicht nach eigenen Angaben einen durchgängig digitalisierten B2B2C-Versicherungsprozess, der alle wesentlichen Schritte – vom Vertragsabschluss über die Verwaltung von Verträgen, und Partnerschaften bis zur Schadenmeldung - umfassen soll.
"Wir können von Inzmo viel über einfache Interaktion mit dem Kunden lernen. Zudem wollen wir das Potenzial der Plattform für unsere B2B2C-Partnerschaften nutzen", kommentiert Martin Tschopp, Leiter Unternehmensentwicklung von Helvetia.
"Helvetia ist bereits jetzt ein wichtiger Partner für verschiedene Versicherungslösungen. Wir freuen uns, dass diese Partnerschaft nun mit einem agilen und innovativen Partner wie Helvetia ausgebaut wird, was Inzmo ein schnelles Wachstum ermöglicht", ergänzt Meeri Rebane, Mitgründerin von Inzmo.

Uniqa verkauft Anteile an Inzmo

Zeitgleich gab die Uniqa bekannt, ihre Anteile an dem estnischen Insurtech zu verkaufen. "Wir freuen uns über die positive Wertentwicklung, die Inzmo in den Monaten seit unserem Einstieg genommen hat, und haben uns aufgrund des attraktiven Angebots für den finanziellen Exit entschieden", begründet Andreas Nemeth, Head of Uniqa Ventures, den Ausstieg. Dennoch könne die Partnerschaft als Erfolgsmodell für eine Corporate-Startup Partnerschaft gesehen werden, heißt es beim österreichischen Versicherer weiter.
So habe die Uniqa nicht nur den Wert des Investments in dieser Zeit deutlich steigern, sondern hat aus der Partnerschaft auch wichtige Erkenntnisse über den Online-Vertrieb gewonnen. Der österreichische Versicherer investiert seit 2016 in Start-ups aus den Bereichen Smart Home, Mobility, Health und Finance. (vwh/td)
Bild: Hauptsitz der Helvetia (Quelle: Helvetia)
Helvetia · Uniqa · Inzmo
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