Unternehmen & Management

Ergo: Industrietochter soll im Ausland wachsen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Mit der jüngsten Personalrochade in den Vorstandsetagen der Ergo kündigte der Versicherungskonzern auch die Gründung eines eigenen Industrieversicherers namens Ergo International Corporate Solutions (EICS) an. Das Ziel: ein spürbares Wachstum im Ausland. "Wir wollen auf über zwei Mrd. Euro Beitragsvolumen in den nächsten drei bis fünf Jahren kommen", erklärt Ergo-Vorstand Monika Sebold-Bender.
Zielgruppe sind vor allem mittelständische Unternehmen in den jeweiligen Märkten mit einem Umsatz zwischen 25 und 500 Mio. Euro, gab Sebold-Bender gegenüber der Börsen-Zeitung an. Dabei profitiert die Ergo auch vom Auslandsgeschäft von Mutterkonzern Munich Re. Demnach seien in fast allen Ländern bereits entsprechende Lizenzen vorhanden. Zudem sei die Ergo in der Lage, die notwendigen Kapazitäten zur Verfügung zu stellen, und weise viel technisches Know-how auf, ergänzt die Ergo-Managerin.
"Für 2018 haben wir uns den Eintritt in zwei neue Länder vorgenommen", kündigte Sebold-Bender an. Welche das sind, wollte sie laut Bericht jedoch noch nicht preisgeben. Derzeit ist die Ergo mit eigenen Niederlassungen Großbritannien, den Niederlanden, Frankreich, der Schweiz und Österreich vertreten. "Es gibt viele Märkte, in denen wir ertragreiches Geschäft schreiben können", betont die Ergo-Managerin. Dennoch halten sich die Investitionen für die ehrgezeigen Pläne laut Bericht eher in Grenzen.
So wolle man zwar für den Aufbau der neuen Aktivitäten der EICS einzelne Underwriter oder ganze Teams von der Konkurrenz abwerben. Allerdings sei die notwendige Infrastruktur bereits vorhanden und solle nicht weiter ausgebaut werden, betonte Sebold-Bender gegenüber der Börsen-Zeitung. (vwh/td)
Bild: Monika Sebold-Bender (Quelle: Ergo)
Ergo · Monika Sebold-Bender
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