Köpfe & Positionen

"Run-off gewinnt in Deutschland an Akzeptanz"

Von Maximilian VolzTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Zukunft der Lebensversicherung steht derzeit mehr denn je im Fokus der Branche. Immer mehr Versicherer verzichten auf Garantieprodukte oder schicken ihre Altbestände in den Run-off. Die Beratungsgesellschaft Willis Towers Watson stellt heute im Rahmen ihres Vertriebswege-Surveys Leben die aktuellen Vertriebswege in der LV vor. VWheute hat bereits vorab nachgefragt.
VWheute: Wie haben sich die Vertriebswege gegenüber dem letzten Jahr in der LV verändert?
Michael Klüttgens: Die Vertriebswege in der Lebensversicherung haben sich im Vorjahresvergleich deutlich verschoben.
VWheute: Haben die momentanen Diskussionen (Run-off) Auswirkungen auf den Vertrieb?
Michael Klüttgens: Der Run-off gewinnt generell auch in Deutschland an Akzeptanz. Für den Vertrieb gilt es, offen für neue, auch modernere Produkte zu sein, die im Falle des Wegfalls eines Produkts durch einen Run-off als Ersatz dienen werden.
VWheute: In welche Richtung wird sich der Vertrieb verändern?
Michael Klüttgens: Es bleibt einerseits abzuwarten, inwiefern sich das Portalgeschäft durchsetzt. Andererseits ist davon auszugehen, dass sich die Vertriebswege entsprechend der Nachfrage der Produktkategorien entwickeln und verschieben.
VWheute: Welche Auswirkungen hat die technische Entwicklung auf den Vertrieb?
Michael Klüttgens: Ob Insurtechs für den Versicherungsvertrieb zum Freund oder zum Feind werden, hängt auch von den Vermittlern selber ab – sie müssen sich offen zeigen und die digitale Spielwiese auch selbst mit gestalten.
Die Fragen stellte VWheute-Redakteur Maximilian Volz.
Bild: Michael Klüttgens, Leiter der Versicherungsberatung bei Willis Towers Watson. (Quelle: Willis Towers Watson)
Lebensversicherung · Run-off · Vertriebswege-Survey zur Lebensversicherung · Willis Towers Watson
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