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Axa: Deutsche fürchten sich vor Spielcasino "Börse"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Deutschland ist Weltmeister im Sparen - das ist hinlänglich bekannt. Seit auf dem klassischen Sparbuch dank Draghis Nullzins seit langem Ebbe herrscht, dreht sich mittlerweile alles um die Frage: Wo bekomme ich die meiste Rendite? Die Axa hat nun die Deutschen nach ihrer Einstellung zu Aktieninvestments befragt. Ein Ergebnis: 42 Prozent aller Erwachsenen finden eine Geldanlage an der Börse "hochinteressant".
Besonders ausgeprägt scheint das Interesse an Aktienanlagen bei den Männern zu sein: 51 Prozent finden ein entsprechendes Investment interessant. Bei den Frauen liegt der Anteil mit 34 Prozent jedoch deutlich niedriger. Aber: Eine deutliche Mehrheit von 58 Prozent der Deutschen glauben, mit einem Investment an der Börse "unkontrollierbare Risiken einzugehen." Immerhin 54 Prozent der Befragten würden lediglich mit einer Geld-zurück-Garantie an der Börse investieren.
Fast die Hälfte (46 Prozent) glaubt sogar, dass "Geldanlage an der Börse genauso riskant ist wie ins Spielcasino zu gehen." Zudem schätzen 45 Prozent aller Befragten die Wahrscheinlichkeit auf mindestens 50 Prozent, dass sie nach 20 Jahren weniger bekommen als zum Zeitpunkt der Geldanlage. Zudem genießen große Finanzunternehmen bei den Deutschen nur ein geringes Vertrauen: Lediglich 28 Prozent der Befragten rechnen hier mit guten Ergebnissen. 43 Prozent glauben zudem, dass man nur mit einem großen Vermögen gute Anlageprodukte bekommt.

Dahmen: Bundesbürger glauben an "Mythen statt Fakten"

Besonders häufig wird diese Meinung laut Axa-Umfrage in Thüringen vertreten, in Bayern sind die Anleger hingegen wesentlich risikofreudiger. Insgesamt sind die Ostdeutschen bei der Frage nach einer Geldanlage an der Börse wesentlich zurückhaltender als die Westdeutschen. Während es 36 Prozent der Befragten in Ostdeutschland eine Geldanlage "aus Prinzip" ablehne, trifft dies nur auf 28 Prozent der Bundesbürger in Westdeutschland zu. Zudem betrachten 16 Prozent der Ostdeutschen ein Investment an der Börse als "unseriös", im Westen sind nur 14 Prozent der Deutschen dieser Ansicht.
"Mythen statt Fakten dominieren die Vorstellung von der Börse, weshalb sich die Deutschen viele Chancen verbauen. Insgesamt hat die nun schon Jahre andauernde Niedrigzinsphase aber offenbar ein Umdenken in Deutschland eingeleitet. Nur die Umsetzung der Erkenntnis hakt noch", kommentiert Axa-Vorstand Patrick Dahmen die Umfrageergebnisse.
"Wir sehen diese Vorbehalte und bieten daher unterschiedliche Sicherheiten in unseren Produkten. Es gibt Angebote, in denen Garantien sinnvoll sind und dem Kundenbedarf entsprechen. Doch auch mit anderen Sicherungsmechanismen lässt sich das Schwankungsrisiko an den Börsen wirksam und kostengünstig begrenzen", ergänzt Dahmen. (vwh/td)
Bildquelle: Deutsche Börse
Axa · Börse · Geldanlage
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