Politik & Regulierung

Deutsche wissen nichts über die Rente

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Rente sinkt. Gut, das ist jetzt nicht die neuste Meldung auf dem Planeten, entsprechende Berichte werden schließlich in den Medien rauf und runter gespielt. Trotz dieser Dauerbeschallung schätzen aber ein Viertel der Menschen ihr Rentenniveau falsch ein, 70 Prozent kennen es überhaupt nicht. Eine Studie der RWB Group zeigt, dass die Deutschen ihre Situation im Alter falsch einschätzen.
Ein solcher Fehler kann direkt in die Altersarmut führen. Von den 1.004 Befragten kannten 70 Prozent ihr mögliches Rentenniveau 2030 nicht, jeder Vierte schätzt es - teils bis zu 30 Prozentpunkte - zu hoch ein.
Fatalerweise wissen Menschen mit geringem Einkommen weniger gut Bescheid als ihre besser verdienenden Mitmenschen. 19,7 Prozent der Befragten mit einem Nettohaushaltseinkommen von 1.500 Euro oder weniger kannten ihre spätere staatliche Rente. Bei einem Einkommen ab 3.000 Euro verdoppelt sich der Anteil auf 38,2 Prozent.

Selbstständige kennen sich aus

Knapp dreißig Prozent (28,5 Prozent) der Arbeiter und Angestellten sind sich bewusst, dass das Standardrentenniveau der Rente bis 2030 auf 43 Prozent gesenkt werden kann. Unter Selbständigen und in freien Berufen Tätige wissen das 44,9 Prozent.
Es ist aber noch nicht zu spät, mit der Vorsorge zu beginnen, sagt Horst Güdel, Vorstand und Gründer der RWB Group: "Das Gute ist, dass die Möglichkeiten vorhanden sind, sich mit der richtigen Anlagestrategie ein ausreichendes Polster aufzubauen. Wer sich rechtzeitig mit dem Vermögensaufbau beschäftigt, muss das Rentenalter also nicht fürchten." (vwh/mv)
Bild: Rente (Quelle: Bankenverband)
Umfrage · Rente · GRV
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