Köpfe & Positionen

Wechselsaison: Heitmann will mit Kernprodukt überzeugen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Wechselsaison in der Kfz-Versicherung geht dieser Tage in den Schlussspurt. So wechseln die meisten Kunden erst direkt an den Tagen vor dem 30. November. "Erst dann wissen wir, ob wir mehr Kunden zu Wettbewerbern gegangen oder ob mehr zu uns gekommen sind", konstatiert Huk-Vorstandschef Klaus-Jürgen Heitmann im Interview mit dem Handelsblatt.
Dennoch gibt sich Heitmann durchaus optimistisch: "Wenn nichts völlig Unerwartetes passiert, werden wir dieses Jahr etwa 400.000 neue Verträge in der Kfz-Versicherung gewinnen, nachdem wir vergangenes Jahr um 500.000 zugelegt haben. Ich glaube nicht, dass unsere Position wackelt - auch wenn ich betonen muss, dass Marktführerschaft für uns kein Ziel an sich ist", betont der Vorstandsvorsitzender des Coburger Versicherers.
Mit Blick auf den Konkurrenten Allianz zeigte er hingegen Verständnis, "dass der Marktführer auch in der Autoversicherung den Anspruch hat, der Erste zu sein. Aber wir werden weiter über den Preis und den Service punkten - und das funktioniert bisher auch ganz gut. Daher haben wir derzeit keine Pläne, irgendwelche Filme zu drehen oder Konzertkarten zu verlosen, sondern wollen mit dem Kernprodukt überzeugen", betont Heitmann.
Den Schlagabtausch mit der Allianz scheut der Huk-Chef somit nicht: "Wir haben reagiert und die notwendigen Preisanpassungen vorgenommen. Das war nötig, denn die Preise für viele Ersatzteile steigen überdurchschnittlich. Wir werden dieses Jahr aber bei der Schaden-Kosten-Quote aller Voraussicht nach wieder, wie viele Jahre davor, unter 100 Prozent liegen. Wirtschaftlich stehen wir also gesund da".
Mit Blick auf die digitale Konkurrenz wie Check24 sehe man, "dass die Vergütungserwartungen der Portale tendenziell immer höher werden. Wenn man einrechnet, dass Portalkunden schnell wieder weg sind, führt das am Ende zu unangemessenen Kosten. Da sagen wir einfach: Das ist für uns schlicht zu teuer". betont Heitmann. Zwar habe man nichts gegen Vergleiche: "Aber nicht zu diesen Provisionen." (vwh/td)
Bild: Klaus-Jürgen Heitmann (Quelle: Huk)
Kfz-Haftpflicht · Klaus-Jürgen Heitmann · Huk
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