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Allianz: Millenials trotzen düsterer Zukunft

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die globale Welt wird bekanntlich komplizierter und unübersichtlicher. Diese Entwicklung macht sich auch in den Zukunftserwartungen der sogenannten "Millenials" bemerkbar. So rechnet diese Altersgruppe laut einer Allianz-Studie zwar damit, dass sich ihre finanziellen und Karrieremöglichkeiten einschränken werden. Gleichzeitig rechnen vier von fünf Jugendlichen damit, dass sich ihr Leben in den nächsten fünf Jahren verbessert.
So wurden bei der Allianz Studie "Millennials: Work, Life and Satisfaction") rund 5.000 Berufstätige aus dieser Altersgruppe in fünf Ländern (Deutschland, Großbritannien und USA sowie China und Indien) zu ihren Einstellungen und Überzeugungen hinsichtlich Arbeit, Familie und Zukunft befragt. Ein zentrales Ergebnis: Die Mehrheit der angestellten Millennials strebt auch weiterhin traditionelle Karrierewege an.
Lediglich 15 Prozent der Befragten ziehen hingegen Jobhopping vor. 80 Prozent der US-Amerikaner, 75 Prozent der Inder und jeweils 70 Prozent der Chinesen, Deutschen und Briten dieser Altersgruppe bewerten Karrieresicherheit und -stabilität zudem höher als die Veränderungen und Flexibilität der Gig-Economy. Dennoch begrüßen 32 Prozent der Befragten die Freiheiten und die Flexibilität, die ihnen neue Karrierewege bieten. Laut Allianz-Studie handelt sich dabei um die größte Gruppe in den Teilnehmerländern.
Daneben betrachten die Millennials die Karriereaussichten ihrer Altersgruppe als negativ. Sie gehen davon aus, dass in Zukunft mehr Tätigkeiten von Maschinen übernommen werden (USA 78 Prozent, Deutschland 74 Prozent, Indien 74 Prozent, Kanada 72 Prozent und Großbritannien 68 Prozent) und dass sich die Zahl der Festanstellungen weiter verringert. Ungefähr 70 Prozent der Studienteilnehmer rechnen mit steigendem Leistungsdruck am Arbeitsplatz und zunehmend fordernden Tätigkeiten.

Deutsche sind besonders konservativ

Gleichzeitig gelten die Deutschen und insbesondere die Frauen zählen zu den konservativsten Befragten in den westlichen Ländern mit Blick auf alternative Familienstrukturen. Mehr als eine von vier weiblichen Befragten in einer Beziehung zwischen Mann und Frau (26,7 Prozent) fand es demnach inakzeptabel, wenn beide Partner Vollzeit arbeiten (USA 5,6 Prozent, Großbritannien 10,7 Prozent). Rollenvorbilder, bei denen der Mann den Haushalt übernimmt, gelten als absolut nicht vertretbar.
Zudem haben mehr als 78 Prozent der deutschen Millenials den Eindruck, die Welt sei, verglichen mit der ihrer Eltern in jungen Jahren, komplexer geworden. Zudem sind sie der Meinung, dass der Druck am Arbeitsplatz zugenommen und die Arbeitsplatzsicherheit abgenommen habe. Dennoch sind die Deutschen dieser Generation anders als ihre befragten Altersgenossen in anderen Ländern laut Allianz-Studie der Meinung, sie seien eher bereit, gegen gesellschaftliche Regeln zu verstoßen und Risiken auf sich zu nehmen. Außerdem beurteilen 54 Prozent der Befragten in Deutschland die Folgen von Telearbeit für das Privatleben als besonders negativ. Die überwältigende Mehrheit von 76 Prozent lehnt zudem Großraumbüros ab.
"Bemerkenswert ist dabei, dass die Millennials trotz der Hindernisse, die sie für ihre Generation erwarten, bezüglich ihrer eigenen Perspektiven weiterhin positiv gestimmt sind. Mehr als 80 Prozent gehen davon aus, dass sich ihr Leben in den nächsten fünf Jahren verbessert", kommentiert Dominik Hahn, Global Head of People Attraction bei der Allianz. "Wie diese Studie zeigt, haben die Millennials unabhängig von ihrer Herkunft ähnliche Karriereziele wie schon die Generationen vor ihnen. Wenn sie häufig die Stelle wechseln, dann meistens deshalb, weil die Umstände, nicht die Präferenzen sie dazu veranlassen. Sie reagieren damit lediglich auf die Veränderungen der Arbeitswelt", erläutert der Experte. (vwh/td)
Bildquelle: Klaus-Uwe Gerhardt / PIXELIO (www.pixelio.de)
Allianz · Millenials
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