Köpfe & Positionen

Wird von Bomhard neuer Aufsichtsratschef der Post?

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Lange Jahre prägte Nikolaus von Bomhard als Vorstandschef die Geschicke des Münchener Rückversicherers Munich Re. Nach seinem Abtritt im April dieses Jahres steht der 61-Jährige nun anscheinend vor einer neuen beruflichen Herausforderung. Laut Manager Magazin soll er im April 2018 den langjährigen Chefaufseher der Deutschen Post, Wulf von Schimmelmann (70), ablösen.
Wie das Wirtschaftsmagazin unter Berufung auf Unternehmenskreis in seiner aktuellen Printausgabe berichtet, will der amtierende Aufsichtsratsvorsitzende des Logistikkonzerns sein Mandat zur kommenden Hauptversammlung auslaufen lassen. Von Bomhard ist bereits seit einiger Zeit Mitglied im Aufsichtsrat der Deutschen Post.
Schimmelmann hatte den Vorsitz im Kontrollgremium bereits 2008 übernommen. Ursprünglich sollte der Klaus Zumwinkel diesen Posten übernehmen. Nach seiner Steueraffäre wurden diese Pläne allerdings hinfällig. Die Post wollte dies Medienberichten zufolge nicht kommentieren.

Millionenbetrug bei der Post?

Sollte von Bomhard tatsächlich den neuen Posten antreten, könnten den ehemaligen Munich Re-Manager bei der Deutschen Post einige Baustellen erwarten. Allen voran ein mutmaßlich millionenschwerer Betrugsfall um fingierte Briefe. Laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung nach Branchenschätzungen auf 50 bis 100 Mio. Euro.
Demnach soll die Deutsche Post als Geschädigte Geld an Zulieferfirmen für Ware gezahlt haben, die nie ausgeliefert wurde. Ein "wichtiger Tatort ist das Briefzentrum in Frankfurt", heißt es laut Bericht in den Akten der Ermittler. Dabei seien die "Samstagsmengen zum größten Teil nicht existente Sendungsmengen".
Bislang werden 14 Personen im Alter von 39 bis 58 Jahren beschuldigt. "Drei Beschuldigte sitzen in Untersuchungshaft", sagte der Koblenzer Oberstaatsanwalt Rolf Wissen gegenüber der FAS. Neben der ermittelnden Staatsanwaltschaft Koblenz ist auch Landeskriminalamt eingeschaltet, die Bundesnetzagentur ist laut Bericht ebenso alarmiert. (vwh/td)
Bild: Nikolaus von Bomhard (Quelle: ak)
Munich Re · Rückversicherer · Nikolaus von Bomhard · Deutsche Post
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