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Versicherer wollen Planeten heilen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Versicherungsbranche macht sich Gedanken um den Planeten. Das geht aus einem Bericht einer NGO hervor, die die 25 größten Versicherer zu ihren Klimazielen befragt hat. Unter anderem die Allianz, Axa und die Munich Re finden sich unter den zu lobenden. VWheute hat nach den Gründen des Ausstiegs und dem ökologischen Gewissen gefragt.
Nach Informationen der NGO Urgewald haben sich die Allianz, Axa, Munich Re und Scor zu "Kohle-Divestment-Entscheidungen" entschlossen – die Zurich zog kürzlich nach. Kritisiert wird von der NGO, dass Versicherer weiterhin Kohleinvestitionen im Auftrag Dritter annehmen würden, damit fällt die Allianz hinter ihre Wettbewerber zurück, erklärt die Energieexpertin von Urgewald Regine Richter.
Die Allianz bestätigte auf Nachfrage von VWheute, dass sie aus dem Kohlegeschäft ausgestiegen sei, und zwar bereits im Jahr 2015. Vorstandschef Oliver Bäte stehe voll hinter dem Ausstieg und der Konzentration auf nachhaltige Kapitalanlagen. "Die Allianz Gruppe sieht sich als ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Gestalter und möchte aktiv zu den nachhaltigen Entwicklungszielen (Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen beitragen. Als Risikoexperten zählen klimawandelbezogene Schäden zu unserem Kerngeschäft.
Wir schützen unsere Kunden daher nicht nur vor Schäden, die bei Wetterereignissen entstehen, sondern integrieren Aspekte wie Umweltschutz und Energieeffizienz auch in unserer Kapitalanlage. Als langfristig orientierter Anleger bewerten wir kohlebasierte Geschäftsmodelle als wenig ertragreich. Daher hat die Allianz als erster deutscher Versicherer Ende 2015 sich aus der Finanzierung von kohlebasierten Geschäftsmodellen entschieden. Zum ersten Quartal 2016 haben wir 225 Mio. Euro in Aktien in kohlebasierte Unternehmen abgebaut und Anleihen im Wert von circa einer Milliarde Euro auslaufen lassen. Unsere Investitionen in erneuerbare Energien liegen bislang bei 4,7 Mrd. Euro."

Axa-Ausstieg ist eine halbe Milliarde schwer

Die Axa bestätigt ihren Ausstieg und schreibt zu den Gründen: "Als eines der führenden Unternehmen in der Versicherungsbranche sieht Axa sich in der Verantwortung, Maßnahmen zu ergreifen, um Klimarisiken zu reduzieren. Die Axa Gruppe hat sich bereits 2015 dazu verpflichtet, ihre Anteile an Unternehmen der Kohleindustrie in einem Umfang von 500 Mio. Euro zu veräußern und bis Ende 2020 das Investment in "grüne" Kapitalanlagen auf drei Mrd. Euro zu verdreifachen. Diese Maßnahmen stehen im Einklang mit unserer umfassenderen Corporate-Responsibility-Strategie zur Förderung einer stärkeren und sichereren Gesellschaft." (vwh/mv)
Bild: Kohleabbau (Quelle: Jürgen Nießen / www.pixelio.de / PIXELIO
Allianz · Axa · NGO · Urgewald
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