Politik & Regulierung

Milliardenentschädigung nach Ölpest in Spanien

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Rund 15 Jahre nach dem Untergang des Öltankers "Prestige" vor der spanischen Nordwestküste hat die spanische Justiz nun eine Entschädigung von mehr als 1,6 Mrd. Euro festgelegt. Den größten Anteil soll demnach der spanische Staat erhalten. Frankreich soll nach Entscheidung des zuständigen Gerichtes A Coruña mit 61 Mio. Euro entschädigt werden, die Region Galicien mit 1,8 Mio. Euro.
Laut Gerichtsentscheidung müssen demnach die Versicherung The London Steamship Owners Mutual Insurance Association sowie Schiffskapitän Apostolos Mangouras für die Summe aufkommen. Allerdings könne auch der Schiffseigentümer Mare Shipping INC haftbar gemacht werden. Bereits Anfang 2016 wurde Magouras vom Obersten Gericht in Spanien zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt, die aber auf Bewährung ausgesetzt wurde.
Am 13. November 2002 war die "Prestige" mit einer Ladung von rund 77.000 Tonnen Schweröl vor der galicischen Küste havariert und einige Tage später gesunken. Die Folge war die größte Umweltkatastrophe in der Geschichte des iberischen Landes, bei dem die Atlantikküste über mehrere Hundert Kilometer mit giftigem Ölschlamm verseucht wurde. (vwh/td)
Bildquelle: Thorben Wengert / PIXELIO (www.pixelio.de)
Ölpest · The London Steamship Owners Mutual Insurance Association
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