Köpfe & Positionen

Rürup: "Rentenreform von Experten vorbereiten lassen"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Keine Frage ist so wichtig für den Zusammenhalt der Gesellschaft wird die der Rente. Die Probleme einer gerechten Verteilung des gemeinsam erworbenen Vermögens sollte von eine Experten-Kommissionen vorbereitet werden, glaubt der Ex-Wirtschaftsweise Bert Rürup in einem Gastbeitrag für Handelsblatt.
Zudem lobt er die Idee Angela Merkels, eine Rentenkommission einzusetzen, die bis 2019 Vorschläge für eine Rentenreform erarbeiten wird. Für ihn knüpft die Kanzlerin an die "bewährte Praxis" ihres Vorgängers Gerhard Schröders an, wichtige Reformen von "Experten vorbereiten zu lassen".
Aus Rürups Sicht wird für Erfolg oder Misserfolg entscheiden sein, ob die Regierung "einen ähnlichen Mut zur Heterogenität bei der Besetzung" zeigen wird, wie es damals Schröder tat. Weiter sei es wichtig, die SPD mit ins Boot zu holen, nur dann werde die Reform für den "demografisch besonders kritischen Zustand bis 2045" im "Konsens beschlossen".
Bei einer Weiterentwicklung des Rentensystems sei es notwendig, Mehrheiten für einen "gesellschaftlichen Verteilungskompromiss" herzustellen. Kommissionen könnten einen solchen Konsens organisieren, glaubt Rürup. Den Vorwurf, dass wichtige Reformen mit immer weniger Beteiligung des Bundestages organisiert würden, schmettert er ab.
Bei einer "entsprechenden Besetzung" könnten Kommissionen "Linien für akzeptable und belastbare Kompromisse ausloten". Da sei "keineswegs undemokratisch", sondern "weit transparenter als komplexe Reformen in Nachtsitzungen im Vermittlungsausschuss". Moderne Demokratie finde auch in "pluralistisch besetzten Kommissionen" statt. (vwh/mv)
Bild: Bert Rürup (Quelle: Manfred Brüss)
Rente · Rentenreform · Bert Rürup
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