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Hurrikans belasten Zurich

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Zurich kommt derzeit nicht vom Fleck. Während die Prämieneinnahmen in der Sach- und Unfallsparte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um knapp zwei Prozent auf 25,345 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 25,749 Mrd.) sanken, stagnierte das Geschäft in der Lebensparte mit einem Beitragsvolumen von 3,474 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 3,470 Mrd.).
So machen die Schäden der Hurrikans "Irma", "Maria" und "Harvey" zwar mit einer Schadenbelastung von 620 Mio. US-Dollar dem Schweizer Versicherer spürbar zu schaffen. Allerdings hüllte sich der Konzern jedoch weitgehend in Schweigen, wie sich die Unwetter auf die Ertragskraft der Zurich auswirken werden. Während das Prämienaufkommen in der Schaden- und Unfallsparte in der Region Nordamerika mit 11,599 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 11,584 Mrd. Euro) weitgehend stagnierten, verbuchte die Zurich  ein deutliches Minus von sieben Prozent auf 10,974 Mrd. Euro (Vorjahr: 11,771 Mrd).
Ähnlich diametral verlief die Beitragsentwicklung in der Lebensparte. So ging das Prämienvolumen in Nordamerika um rund 19 Prozent auf 40 Mio. Euro (Vorjahr: 49 Mio. Euro) zurück. Auch in Lateinamerika schwächelte die Zurich mit einem Beitragsminus von 13 Prozent auf 836 Mio. US-Dollar (Vorjahr: 956 Mio.). Ausgeglichen wurde das schwache Geschäft durch die Zuwächse in Europa und Asien. So legte der Versicherer in Europa um fünf Prozent auf 2,464 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 2,353 Mrd.) zu. In Asien verbuchte man ein zweistelliges Plus von 21 Prozent auf 134 Mio. US-Dollar (Vorjahr: 111 Mio.).
"Ich bin mit der Entwicklung unserer Geschäftstätigkeiten im bisherigen Jahresverlauf sehr zufrieden, vor allem in Anbetracht der branchenweiten Herausforderungen im dritten Quartal. Wir erwarten, dass sich aufgrund der Naturkatastrophen im dritten Quartal die Preisgestaltung über die Geschäftsbereiche hinweg verbessern wird", kommentierte Finanzvorstand George Quinn die bisherige Geschäftsentwicklung in diesem Jahr.
"Der Umsatz aus Neugeschäft und die Kundenbindung sind sowohl in der Schaden- und Unfallversicherung als auch im Lebensversicherungsgeschäft gestiegen, während die Farmers Exchanges1 den Umsatz weiter zu steigern vermochten. Die Gruppe verfügt über eine starke Kapitalbasis und hat weitere Fortschritte bei der Umsetzung ihrer strategischen Ziele gemacht", ergänzte der Zurich-Manager. Zudem kündigte der Konzern an, dass die Restrukturierungskosten von 500 Mio. US-Dollar in diesem Jahr nicht überschritten werden. (vwh/td)
Bildquelle: Zurich
Zurich Insurance Group
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