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Wo geht es zu einem besseren Klima?

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Das Klima und dessen Schutz beschäftigt derzeit auch die Versicherungsbranche. Allein diesem Jahr kommen die Stürme "Herwart", "Xavier" und Co. allein in Deutschland bereits Milliardenschäden verursacht. Den Rückversicherern machen vor allem die Hurrikans in Nord- und Mittelamerika zu schaffen. Heute beginnt in Bonn eine neue Konferenzrunde zum Klimaschutz.
Rund 25.000 Teilnehmer wollen in den kommenden zwei Wochen unter dem Vorsitz der Fidschi-Inseln in der Bundesstadt einen Fahrplan aufsetzen, um die ehrgeizigen Ziele des Klimaschutzabkommens von Paris aus dem Jahr 2015 umzusetzen. Das Ziel: Ein "Regelbuch" zu verabschieden, welches beim nächsten Klimagipfel Ende 2018 in Kattowitz in Polen verabschiedet werden soll.
Damit soll es möglich werden, dass die Zusagen der einzelnen Staaten überprüfbar und miteinander vergleichbar werden. Mit anderen Worten: Es geht um nichts geringeres als ums "Kleingedruckte" im "Grundgesetz des Klimaschutzes", kommentiert Karsten Sach, Leiter der Abteilung Klimaschutzpolitik im Bundesumweltministerium, gegenüber dem Bayerischen Rundfunk.

Klimakurve geht weiter nach oben

Nach Einschätzung der Experten des Weltklimarats (IPCC) wird die Temperatur am Ende des Jahrhunderts etwa vier Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau liegen, falls keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Laut den Berechnungen des National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) war allein das vergangene Jahr 2016 das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen Ende des 19. Jahrhunderts.
Die Ursachen sehen die Klimaforscher zwar vor allem im Klimawandel. Allerdings dürfte auch der besonders heftige Verlauf des Klimaphänomens El Niño eine Rolle gespielt haben. Und glaubt man den Experten des Rückversicherers Munich Re, wird der Trend weiter anhalten. Demnach könnte 2017 eines der drei oder vier wärmsten jemals gemessenen Jahre zu werden. Bis Ende August lag das Jahr sogar noch auf Rang zwei, heißt es beim Rückversicherer.
In Europa verzeichneten die Forscher der Munich Re in diesem Jahr weitgehend eine klimatische Zweiteilung: "In Südeuropa von Portugal über Spanien, Südfrankreich, besonders Italien und Teilen des Balkans war es zu trocken und großteils zu heiß, was zahlreiche Waldbrände begünstigte. In den nördlicheren Gebieten hingegen war es überwiegend zu feucht", konstatiert Eberhard Faust, Leitender Fachexperte für Naturgefahren bei der Munich Re.
Zudem hat der Münchener Rückversicherer die sogenannte "Munich Climate Insurance Initiative" auf den Weg gebracht.
Damit will die Munich Re Versicherungen vor allem den Menschen anbieten, die vom Klimawandel besonders betroffen und entsprechend gefährdet sind. Geleitet wird die Initiative von Peter Höppe, Chef der Georisiko-Abteilung der Munich Re.
Dennoch scheint die Nachfrage derzeit nur gering zu sein "Da sich viele Kleinbauern gegenwärtig aufgrund des sehr unzureichenden Angebots an Klimaversicherungsprodukten nicht gegen diese Risiken absichern können, tragen sie diese Risiken in erster Linie selbst und die Verluste alleine", wird die KfW im Tagesspiegel am Sonntag zitiert.
Allerdings fürchten viele Entwicklungsländer bereits, dass strengere Klimaschutzvorgaben ihr Wirtschaftswachstum bremsen könnte. Umso wichtiger ist es also, dass die Experten in den kommenden zwei Wochen ein Abkommen treffen können, in dem sich alle Beteiligten wiederfinden können. (vwh/td)
Bildquelle: Rainer Sturm / PIXELIO (www.pixelio.de)
Klimawandel · Klimaschutz · Klimakonferenz
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