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Hurrikans drücken Swiss Re ins Minus

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Hurrikans in Nord- und Mittelamerika sowie das Erdbeben in Mexiko haben die Swiss Re spürbar in die Verlustzone gedrückt. So verzeichnete der Schweizer Rückversicherer in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Verlust von 468 Mio. US-US-Dollar. Gleichzeitig hält der Konzern an seinem Aktienrückkaufprogramm fest.
So schätzt die Swiss Re die Schäden durch die Naturkatastrophen auf rund vier Mrd. US-Dollar. Damit hat der Rückversicherer bislang deutlich besser abgeschnitten, als von Analysten befürchtet. Die gebuchten Bruttoprämien sanken nach Unternehmensangaben in den ersten neun Monaten um 5,1 Prozent auf 26,7 Mrd.
Allerdings wirkt sich die Hurrikanserie deutlich auf die Schadensparte P&C Re aus. So betrug der Verlust in den ersten neun Monaten des Jahres 652 Mio. US-Dollar. Alleine aufgrund der Hurrikane "Harvey", "Irma" und "Maria" sowie der Erdbeben in Mexiko rechnet P&C Re mit einer Schadenbelastung in Höhe von 2,65 Mrd. US-Dollar. Die Schaden-Kostenquote stieg deutlich auf 114,1 Prozent.
"Die massiven Naturkatastrophen in diesem Jahr haben unsere Ergebnisse natürlich beeinträchtigt. Wir sind aber bestens gerüstet, diese Schäden zu absorbieren und den betroffenen Menschen und Unternehmen – gemeinsam mit unseren Kunden – zu helfen, wieder auf die Beine zu kommen", kommentiert Vorstandschef Christian Mumenthaler die Quartalsergebnisse der Swiss Re.
"Zugleich sind wir überzeugt, über genug Finanzkraft zu verfügen, um auf potenzielle Entwicklungen im Markt gezielt reagieren zu können. Wir konzentrieren uns weiterhin darauf, langfristig Mehrwert für unsere Aktionäre zu schaffen", ergänzt Mummenthaler. So startet die Swiss Re heute mit einem Aktienrückkaufprogramm mit einem Umfang von einer Mrd. Schweizer Franken.
Damit soll nach Unternehmensangaben Kapital an die Aktionäre zurückgeführt werden, sofern Überschusskapital vorhanden ist und keine anderen Investitionsmöglichkeiten interne Rentabilitätskriterien erfüllen. (vwh/td)
Bild: Christian Mumenthaler (Quelle: Swiss Re)
Swiss Re · Rückversicherer
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