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Run-off: Ergo-Chef Rieß drückt auf die Tube

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Ende September sorgte die Ergo mit einem Verkauf ihrer Lebenbestände für Schlagzeilen. Geht es nun nach Konzernchef Markus Rieß, soll der Run-off nun möglichst zügig über die Bühne gebracht werden. Demnach will der Düsseldorfer Versicherer bereits Mitte November erste Angebote für die Töchter Victoria Leben und Ergo Leben einholen.
Beim Thema "Run-off" scheinen die Überlegungen im Ergo-Konzern schon weitergehender zu sein als Vorstandschef Markus Rieß öffentlich zugibt. Nach Informationen des Handelsblatt will das Management bereits Mitte November erste unverbindliche Offerten der Interessenten für den Kauf von rund sechs Millionen Lebensversicherungen der Ergo Leben und der Victoria einsammeln.
Gleich mehrere ausländische Konzerne hätten danach großes Interesse, das milliardenschwere Geschäft der Münchener Rück-Tochter zu übernehmen. Die britische Resolution Group, die seit fast 15 Jahren Policen-Bestände ohne Neugeschäft abwickelt, habe bereits vorgefühlt, sagten zwei mit den Vorgängen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.
Auch die Swiss Re schaue sich die beiden Portfolien an. Der britische Finanzinvestor Cinven sei ebenfalls interessiert. Der Eigentümer des in Deutschland bereits aktiven Bestandsmanagers Viridium habe signalisiert, diesem für größere Zukäufe frisches Kapital bereit zu stellen.
Eine Sprecherin der Ergo betonte hingegen, dass es immer noch darum gehe, zu prüfen, ob ein Verkauf überhaupt eine tragfähige Option sein könnte. Eine Grundsatzentscheidung für oder gegen einen Verkauf solle aber möglichst bald fallen. (wo)
Bildquelle: Ergo
Lebensversicherung · Ergo · Run-off
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