Politik & Regulierung

Unternehmen meiden EU-Mobilitätsrichtlinie

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Zum Jahreswechsel tritt die EU-Mobilitätsrichtlinie in Kraft. Aon Hewitt hat festgestellt, dass viele Unternehmen diesen Umstand "verdrängen oder ignorieren". Die neue Richtlinie stellt sicher, dass Arbeitnehmer ihre betriebliche Altersvorsorge von einem zum anderen Arbeitgeber problemlos mitnehmen können und was Arbeitgeber dafür leisten müssen.
Obwohl die EU-Mobilitätsrichtlinie bereits im April 2014 verabschiedet worden ist, sind viele Firmen immer noch nicht richtig darauf vorbereitet, wie Berater von Aon Hewitt bei stichprobenartigen Befragungen festgestellt haben. Eine Änderung durch die Mobilitätsrichtlinie betrifft die Unverfallbarkeitsfristen bei neu erteilten Zusagen, die jetzt wesentlich kürzer ist. Zudem kann sich für manche bestehenden Zusagen beim Ausscheiden des betroffenen Mitarbeiters eine zusätzliche Dynamisierungspflicht ergeben. Weiterhin haben die Arbeitnehmer jetzt mehr Informations- und Auskunftsansprüche. Die neue Richtlinie könne für die Unternehmen "erheblichen Verwaltungsaufwand" bedeuten.
Aon Hewitt Geschäftsführer Fred Marchlewski erläuternd zur Mobilitätsrichtlinie: "Unternehmen sind gut beraten, ihre Systeme zu überprüfen und auf die künftigen Anforderungen einzustellen. Bei unseren Gesprächen stellen wir immer wieder fest, dass das Thema mehrheitlich verdrängt oder ignoriert wird."
Aon Hewitt hat zum Thema ein Whitepaper zusammengestellt, das die wichtigsten Änderungen zusammenfasst. (vwh/mv)
Bildquelle: JMG / PIXELIO / www.pixelio.de
Unternehmen · Aon Hewitt · EU-Mobilitätsrichtlinie
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