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Lebensversicherer darf HNA Group nicht finanzieren

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die chinesische HNA Group ist derzeit größter Aktionär der Deutschen Bank. In den chinesischen Medien kursieren jedoch seit langem Gerüchte, dass die HNA beim Sammeln frischen Kapitals immer wieder auf Schwierigkeiten gestoßen sein soll. Doch will das Unternehmen davon nichts wissen. Vor einigen Tagen hat eine Verfügung der chinesischen Versicherungsaufsicht CIRC die HNA noch weiter in Erklärungsnot gebracht.
Nach Anweisung der Finanzaufseher darf der Lebensversicherer Bohai Life der HNA in kommenden sechs Monaten kein Kapital mehr zuschießen. Seit Juni diesen Jahres verstärkt die chinesische Banken- und Versicherungsaufsicht zudem die Kontrolle von Unternehmen, die in großem Stil ins Ausland investieren. Das Ziel der Finanzaufseher: die "Finanzsicherheit des Landes" zu gewährleisten.
In den vergangenen zwei Jahren hat die HNA Group insgesamt mehr als 40 Mrd. US Dollar im Ausland investiert. Neben der Deutschen Bank hat das Unternehmen mit Sitz auf der chinesischen Insel Insel Hainan 25 Prozent der Anteile an der Hotelkette Hilton Worldwide erworben. Mit einer Summe von 6,5 Mrd. US-Dollar zählt dies zu den größten Investitionen im Jahr 2016. Die weitere Übernahme-Liste setzt sich nahezu unendlich fort.
Allerdings nimmt die öffentliche Debatte darüber zu, woher die HNA Group so viele Geldmittel hat und wie hoch ihre Schulden sind. Öffentlichen Informationsquellen zufolge sollen mehr als 15 chinesische Banken der HNA etwa 60 Mrd. Euro als Kreditrahmen zur Verfügung gestellt haben. Davon wurden rund 33 Mrd. Euro von der HNA abgerufen. Im vergangenen eriwrtschaftet die Gruppe einen Umsatz von 3,8 Mrd. Euro. Deren Gesamtvermögen beläuft sich derzeit auf 176 Mrd. US Dollar. (hy)
Bild: Hauptquartier der HNA Group auf der südchinesischen Insel Hainan (Quelle: hy)
China · HNA Group · Bohai Life
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