Politik & Regulierung

Versicherer wollen weiter Personal abbauen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die deutsche Wirtschaft bleibt nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) auch 2018 in der Erfolgsspur. "Die Geschäftslage ist so gut wie nie", erklärte Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben anlässlich der Konjunkturumfrage im Herbst 2017. Bei den Versicherern geht der Job-Boom jedoch vorbei.
Ihre aktuelle Geschäftslage beurteilen auch die Versicherer als gut, bei den Geschäftserwartungen bleiben sie aber verhaltener. Der florierende Arbeitsmarkt geht jedoch an der Branche vorbei. Viele Versicherer wollen Personal vielmehr abbauen. Wansleben sagte, aufgrund der guten Umfrageergebnisse hebe der DIHK seine Wachstumsprognose auf 2,2 Prozent in 2018 und auf 2,0 Prozent im laufenden Jahr an. Auch die Zahl der Erwerbstätigen dürfte in diesem Jahr deutlich um 650.000 und im kommenden Jahr um 600.000 zunehmen.
Nach den VWheute vorliegenden Detailzahlen für die Versicherungswirtschaft beurteilen die befragten Versicherer ihre aktuelle Geschäftslage zwar überwiegend als verbessert (45 Prozent schätzten die Lage besser ein, nur zwei Prozent als schlechter). Viele denken allerdings dennoch an einen Beschäftigungsabbau. Nur 13 Prozent wollen mehr Personal einstellen, 31 Prozent aber Personal abbauen.
Der negative Saldo der Branche von minus 18 Prozentpunkte trifft in gleicher negativer Höhe auch für die Sparte der Lebensversicherer zu. Beim Blick in Zukunft bleiben die Versicherer deutlich verhaltener. 27 Prozent der Unternehmen glauben, dass es weiter bergauf gehen wird. 63 Prozent erwarten eine unveränderte Situation und zehn Prozent glauben, dass es weniger gut weiter gehen wird. Der positive Saldo von 17 Prozentpunkten vergleicht sich mit 21 Prozentpunkte aus der Umfrage im Frühsommer und noch acht Prozentpunkte im Herbst vergangenen Jahres.
Die Erwartungshaltung der Lebensversicherer hat sich per Saldo jetzt auf plus zwei verbessert nach minus zwei im Frühsommer und minus sieben im Herbst 2016. In der Auswertung der neuen Umfrageergebnisse wird nüchtern festgestellt: "Die Branche(n) der Finanz- und Versicherungsdienstleister können mit der guten Lage der Gesamtwirtschaft weiterhin nicht mitziehen." (brs)
Bild: DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben (Quelle: brs)
Konjunktur · DIHK
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