Politik & Regulierung

Iberische Waldbrände fordern zahlreiche Tote

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Mehr als 630 Feuer wüten derzeit im Norden Portugals sowie im Nordwesten Spaniens. Nach dem Inferno des vergangenen Wochenendes hat die Zahl der Todesopfer mindestens die 30 erreicht, meldet das Nachrichtenportal Spiegel Online. Neben zahlreichen Ortschaften bedrohen die Flammen auch eine Fabrik des französischen Automobilherstellers Peugeot.
Nur fünf Monate liegt der letzte und gleichzeitig tödlichste Brand in Portugal zurück. Damals forderten die Waldbrände 64 Tote, nachdem das Thermometer auf über 40 Grad Celsius geklettert war. Weitere 250 Menschen wurden verletzt. Insgesamt vernichteten die Feuer von Juni bis September 216.000 Hektar Wald, das Gros im Distrikt Leiria.
Heute bangen die Menschen in den zentralen Regionen Coimbra und Castelo Branco sowie in den nördlichen Provinzen Viseu und Aveiro um ihr Hab und Gut und das nackte Überleben, das meldet die Nachrichtenagentur Lusa. Schließlich ist die Zahl der Busch- und Waldbrände rekordverdächtig: Seit über zehn Jahren hat es in Portugal keine 500 Brände gleichzeitig gegeben. 6.000 Feuerwehrleute kämpfen dagegen an. Die Regierung rief in allen Provinzen nördlich des Flusses Tajo den Notstand aus.
In der spanischen Nachbarregion Galicien toben derweil 130 Feuer, davon nicht wenige in Nähe der Hafen- und Universitätsstadt Virgo mit ihren rund 300.000 Einwohnern. Ein Studierendenwohnheim sowie eine Produktionsstätte des Autoherstellers Peugeot wurden evakuiert sowie insgesamt rund 20 Ortschaften. (vwh/de)
Spanien · Portugal · Waldbrände
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