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Standard Life zieht es nach Irland

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der schottische Versicherer Standard Life will sein Geschäft für Deutschland und Österreich künftig von der irischen Hauptstadt Dublin aus betreiben. Damit reagiert das Unternehmen auf den bevorstehenden EU-Austritt Großbritanniens. Damit will der Versicherer sein Geschäft auch nach dem Brexit unverändert weiterführen können. Dies berichtet Fondsprofessionell unter Berufung auf eine interne Mitteilung.
Hintergrund sei demnach die rechtliche Situation der britischen Versicherer. Demnach benötigen diese laut Bericht einen EU-Pass, um auf dem deutschen Markt aktiv zu werden. Damit benötigen keine eigene Genehmigung der deutschen Finanzaufsicht, sondern brauchen dieser nur ihre Tätigkeit anzuzeigen.
Laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young hat mittlerweile fast jedes dritte Finanzunternehmen mit signifikanten Geschäftsaktivitäten in Großbritannien angekündigt, Personal oder bestimmte Geschäftsbereiche ins Ausland verlegen zu wollen. Darunter befinden sich laut "Brexit Tracker" von Ernst & Young derzeit 26 Banken, 17 Vermögensverwalter und 13 Versicherer.
Der Finanzplatz Frankfurt am Main dürfte von dieser Entwicklung in jedem Fall profitieren. "Wir rechnen seit dem 24. Juni 2016, dem Morgen nach dem Brexit-Referendum in Großbritannien mit 10.000 Arbeitsplätzen in der Finanzindustrie, die in den folgenden fünf Jahren von London nach Frankfurt kommen werden. Wir haben diese Zahl an zwei Bedingungen geknüpft: Die europäische Bankenaufsicht EBA kommt nach Frankfurt und das Euro- Clearing kommt an den Main", prognostiziert Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance, im Exklusiv-Interview mit VWheute. (vwh/td)
Brexit · Standard Life Deutschland
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